1. Saarland

"Merzig stets zur Seite gestanden"

"Merzig stets zur Seite gestanden"

Zur Jubiläumsfeier und zum Tag der offenen Tür hatte das Luftlandeunterstützungsbataillon 262 auf die Ell in Merzig eingeladen. Zahlreiche Besucher genossen am Samstag das kurzweilige Geburtstagsprogramm.

Merzig. Bei herrlichem Wetter feierten die derzeit rund 900 stationierten Soldaten mit ihren Gästen am Samstag den Tag der offenen Tür. Viel Betrieb also hinter dem Kasernentor auf der Ell, zumal die Veranstaltung in diesem Jahr mit einem Jubiläum zusammenfiel. "40 Jahre 262" hieß das Motto des Luftlandeunterstützungsbataillons 262.

Einige Umgliederungen

Kommandeur Oberstleutnant Andreas Büschenfeld erinnerte: "Am 1. April 1968 bezogen die Soldaten der Bundeswehr erstmals wieder Quartier in unserer Kaserne auf der Ell." Vier Jahre später habe das Fallschirmjägerbataillon 262 den Platz oberhalb der Saar eingenommen. Mehrfach habe man die Truppe umgegliedert, sei mit verschiedenen Aufgaben betraut gewesen. Über all die Jahre habe eines jedoch immer Bestand gehabt, sagte Büschenfeld, "unsere Hausnummer 262". Das Verhältnis der Soldaten zu der gastfreundlichen, liebens- und lebenswerten Stadt Merzig sei traditionell gut, befand der Kommandeur. Und weiter: "Dieses gute Verhältnis wollen wir auch weiterhin pflegen und ausbauen."

Merzigs OB Alfons Lauer gratulierte im Namen der gesamten Kreisstadt zum Jubiläum. Die Soldaten der Ell hätten nicht nur am Standort ihren Dienst getan, sondern schon immer zur Stadt Merzig ein ganz besonderes Verhältnis gepflegt, betonte Lauer. "Wann immer Not am Mann war, waren die Soldaten der Ell da." Sei es bei Katastrophen-Einsätzen oder nur zur logistischen Unterstützung, stets hätten die Soldaten der Ell den Merziger Bürgern zur Seite gestanden, sagte Lauer. Daraus habe sich eine durch und durch positive und freundschaftliche Verbindung entwickelt. Er, so der OB, sehe darin auch ein Indiz, dass Merzig letztlich von der jüngsten Strukturreform der Bundeswehr weitestgehend verschont geblieben sei.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer betonte, dass die Bundeswehr allgemein in der saarländischen Bevölkerung als gefestigte Institution gilt. "Wenn Saarländer von unserer Bundeswehr reden, dann meinen sie es auch so", sagte die Landesmutter. Besonders sei dies in Merzig spürbar. Den Soldaten von der Ell wünschte sie im inneren Dienst, besonders aber bei den Auslandseinsätzen alles Gute und dass sie stets gesund zu ihrem Standort zurückkehren.

Für die Gäste der Ell gab es ein prallvolles Programm. Platzkonzert, Fallschirmspringen, eine große Fahrzeugschau und Hubschrauber-Vorführungen fanden bereits am frühen Nachmittag viel Beifall. Beim Fallschirmpacken konnte man den Soldaten über die Schulter schauen. Zahlreiche Zuschauer waren begeistert von den Vorstellungen der Hundestaffel.

"Ellros" als Zahlungsmittel

Für die kleinen Besucher hatten die Soldaten eigens ein Kinder-Areal eingerichtet. Neben Hüpfburg, Kistenstapeln, Torwandschießen und Kutschfahrten warteten weitere Attraktionen. Traditionell die Geldwährung auf der Festwiese. Mit eingewechselten "Ellros" ließen sich leckere Spießbraten, würzige Schwenker, schmackhafter Erbseneintopf, aber auch Kaffee und Kuchen preiswert erwerben. Auch das Getränkeangebot ließ keine Wünsche offen. Mit voller Musikpower ging es in den sommerlichen Abend. Alex Breit, die Büddenbacher und die Magic Artists, dazu ein großes Feuerwerk, hielten das gut gelaunte Publikum bis weit nach Mitternacht auf Trab. < Weiterer Breicht folgt.