1. Saarland

Menschen gedenken Kriegsopfern und beten für Toleranz

Menschen gedenken Kriegsopfern und beten für Toleranz

Theley. Der Volkstrauertag ist 67 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr in erster Linie ein Tag der Trauer, sondern der Mahnung, der Hoffnung auf dauerhafte Versöhnung und der Verpflichtung, sich für eine friedliche Welt einzusetzen

Theley. Der Volkstrauertag ist 67 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr in erster Linie ein Tag der Trauer, sondern der Mahnung, der Hoffnung auf dauerhafte Versöhnung und der Verpflichtung, sich für eine friedliche Welt einzusetzen. So beschrieb Theleys Ortsvorsteher Friedbert Becker (CDU) während der Gedenkfeier am Samstagabend die Bedeutung dieses Gedenktages aus seiner Sicht. "Nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinen 55 Millionen Toten, einem Europa in Trümmern und nach dem Ende des Kalten Krieges 1989 war die Hoffnung groß, dass endlich Frieden herrsche." Doch die Realität sei eine andere. "Terrorismus und Gewalt beherrschen viele Teile der Welt. Mehr als 7000 deutsche Soldaten sind im Auslandseinsatz. 52 Deutsche sind gefallen - das ist die Realität."Nach all den Verbrechen des Zweiten Weltkrieges müssten die Deutschen bereit sein, dort zu helfen, wo Gewalt und Terror auf Grund von Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Machtgier herrschen. Becker zitierte den Schriftsteller Bertold Brecht: "Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt." Damit dies nicht geschieht, sei ein gemeinsames Gedenken wichtig.

Einen wichtigen Beitrag leiste auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der in 45 Staaten 2,5 Millionen Gräber betreue, häufig mit Jugendlichen. Durch diesen weltweiten Beitrag werde aufrechterhalten, wozu der Volkstrauertag die Menschen ermahne. " sich gegen Arroganz, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt stämmen sowie für Frieden und gegen Unfreiheit, Krieg, Terror einsetzen, schloss Becker.

Benno Wittler hatte zuvor in die Gedenkfeier textlich eingeführt. Kirchenchor, Musikverein Concordia und Sängerchor 1875 begleiteten die Zeremonie. Am Ehrenmal vor der Kirche hielten Feuerwehrleute mit brennenden Fackeln Ehrenwache. Pastor Ulrich Graf von Plettenberg betete mit den Menschen, während ein Kranz am Mahnmal niedergelegt wurde.