Mehr Frauennamen für Straßen

Saarlouis · Die SPD-Stadtratsfraktion hat für die nächste Sitzung des Kulturausschusses einen Antrag gestellt, mehr Frauen als Namensgeber zukünftiger Straßen in Betracht zu ziehen. „Bei der Benennung von Straßen sollten mehr verdiente Saarlouiser Frauen berücksichtigt werden“, so Sabina Hartnack, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion und Sprecherin im Kulturausschuss.

"Saarlouis hat viel mehr verdiente Töchter der Stadt als gemeinhin bekannt."

Ein klares Zeichen für die Würdigung der Taten der Saarlouiser Töchter sähe Hartnack in der Umsetzung des Antrags für die neu zu erschließenden Gebiete rund um das ehemalige Astra-Gelände sowie den Lisdorfer Berg. Vor allem die Straßen in den neu entstehenden Gewerbegebieten für Wirtschaft, Industrie und Innovation nach Frauen zu benennen wäre ein klares Zeichen, dass nicht nur Männer die Geschicke des Landes und der Stadt bewegt hätten.

Vorstellbar seien als Straßenpatinnen beispielsweise Elsa Schmidt, Leiterin der Donnerbrauerei und Stifterin des städtischen Altersheims, Lisa Stromszky-Stockhausen, Schriftstellerin, und Waltraud Kühn, ehemaliges Mitglied des Saarlouiser Stadtrates.

Arbeitskreis recherchiert

Zur Recherche der "berühmten Saarlouiserinnen soll der frauenhistorische Arbeitskreis des Bündnisses für Familie der Stadt Saarlouis hinzugezogen werden", schlägt Hartnack vor.