1. Saarland

Mediennutzung kritisch gesehen

Mediennutzung kritisch gesehen

Perl. Anlässlich eines Projektes im Fach Ethik befragten zwei Kurse des Schengen-Lyzeums ihre Mitschüler zum Thema Mediennutzung. Dabei wurden in einem Zeitraum von drei Wochen Fragenbögen an Schüler der Klassenstufen 5/6 und 7/8 ausgeteilt und im Anschluss ausgewertet. Die Schwerpunkte in den Fragestellungen der Evaluation lagen auf den Punkten Computer-, Fernseh- und Handynutzung

Perl. Anlässlich eines Projektes im Fach Ethik befragten zwei Kurse des Schengen-Lyzeums ihre Mitschüler zum Thema Mediennutzung. Dabei wurden in einem Zeitraum von drei Wochen Fragenbögen an Schüler der Klassenstufen 5/6 und 7/8 ausgeteilt und im Anschluss ausgewertet. Die Schwerpunkte in den Fragestellungen der Evaluation lagen auf den Punkten Computer-, Fernseh- und Handynutzung.

Jungen- und Mädchendomäne

Die Ergebnisse der Auswertung sind ebenso offensichtlich wie kurios. So konnten die Schüler klare Jungen- und Mädchendomänen ausfindig machen, jedoch zeichneten sich auch klare Tendenzen und Modeerscheinungen ab. "Eigenartig ist doch, dass die Jungen in den unteren Klassen mehr Serien schauen als die Mädchen und, dass das sich im Laufe der Zeit umkehrt", äußert sich dazu Chadé Peiffer, eine luxemburgische Schülerin der Mittelstufe. "Ich fand es besonders interessant, dass fast jeder Schüler in den Klassenstufen 5/6 ein eigenes Handy besitzt.", merkt Jan Reichle an, der sich bei der Auswertung besonders mit dem Thema Handynutzung beschäftigte.

Besonders spannend war das derzeit sehr umstrittene Thema Computerspiele. Hierbei erfragten die jungen Interviewer, welche Spiele bei den Jugendlichen bekannt sind, welche davon jedoch tatsächlich gespielt werden. "Beeindruckend ist, dass Kriegsspiele auch bei den Mädchen in den unteren Klassen bekannt sind. Zum Glück spielt aber fast keines dieser Mädchen diese Spiele wirklich.", erklärt Robin Hustin, Schüler der Klasse 7D.

Auch der Lehrer Alexander Pitzius, der das Projekt ins Leben gerufen und begleitet hat, fügt hinzu: "Nahezu jedes Kind nutzt seit der frühen Jugend Unterhaltungsmedien in Form diverser Geräte. Wichtig ist, dass die Schüler ihre Nutzung selbst reflektieren, da die Umfrage zeigt, dass die Thematisierung von Medienkonsum zuhause mit steigendem Alter nachlässt." red