Maschinerie im Wahlkampfmodus

Maschinerie im Wahlkampfmodus

St. Ingbert. Eine Versammlung jagt die nächste. Der Terminplan ist proppenvoll bei den Parteien, die ihre Kandidaten ins Rennen um die Sitze im Saar-Landtag schicken wollen. Bereits am 25. März werden sie vergeben. "Der kurze Wahlkampf ist für alle eine riesige Herausforderung. Wir haben aber eine funktionierende Geschäftsstelle und alle sind voll auf Wahlkampfmodus eingestellt

St. Ingbert. Eine Versammlung jagt die nächste. Der Terminplan ist proppenvoll bei den Parteien, die ihre Kandidaten ins Rennen um die Sitze im Saar-Landtag schicken wollen. Bereits am 25. März werden sie vergeben."Der kurze Wahlkampf ist für alle eine riesige Herausforderung. Wir haben aber eine funktionierende Geschäftsstelle und alle sind voll auf Wahlkampfmodus eingestellt. Diese und nächste Woche treffen sich alle 50 Ortsverbände des Saarpfalz-Kreises", sagt der Kreisvorsitzende der CDU Saarpfalz, der Minister für Inneres, Kultur und Europa, Stephan Toscani, auf Anfrage unserer Zeitung. In einem nächsten Schritt würden im Rahmen einer Versammlung die Landtagskandidaten aufgestellt. Toscani teilt mit, dass er sich wieder um ein solches bewerben werde.

Von "ausreichender Professionalität, um den kurzen Wahlkampf zu händeln", spricht Stefan Pauluhn, Kreisvorsitzender der SPD Saarpfalz. "Es ist ein ambitioniertes Programm, aber ich bin sicher, dass es keine Probleme geben wird", so Pauluhn. Er teilt mit, dass er und Elke Eder-Hippler wieder für das Amt der Landtagsabgeordneten für die SPD im Saarpfalz-Kreis kandidieren werden. "Die Bewerberlage auf den hinteren Plätzen haben wir noch nicht gesichtet", sagt der SPD-Politiker. Von einer "Superchance, für einen Politikwechsel zu kämpfen", spricht die Kreisvorsitzende der Linken, Barbara Spaniol. "Wir geben alles, damit wir keine große Koalition bekommen", sagt Spaniol. Die Partei sei hoch motiviert. "Wir fühlen uns sehr gut aufgestellt", so Spaniol weiter. Auch Spaniol wird sich um das Amt der Landtagsabgeordneten bewerben.

"Keine organisatorischen Probleme" meldet der Kreisvorsitzende der Grünen, Adam Schmitt. "Wir liegen im Zeitplan, sind inhaltlich gut aufgestellt und möchten die Modernisierung des Landes vorantreiben", so Schmitt gegenüber unserer Zeitung. Er teilt mit, dass es auf Kreisebene Leute gebe, die den Wahlkampf motiviert vorantrieben. Er sagt: "Wir sind ein Team, als Team treten wir auf und als Team werden wir Erfolg haben. Der Motor der Modernisierung sind wir. Und wir sind gegen eine große Koalition." Der Kreisvorsitzende geht - ohne jemandem vorgreifen zu wollen - davon aus, dass der St. Ingberter Markus Schmitt sich für die Grünen im Saarpfalz-Kreis wieder um ein Landtagsmandat bewerben wird.

Mit organisatorischen Problemen hat dagegen die Familien-Partei zu kämpfen. Deren Landesvorsitzender Roland Körner, der auch im Ortsrat St. Ingbert Mitte sitzt, teilt mit, dass die Partei sich nicht nur darum kümmern müsse, Wahllisten aufzustellen, sondern auch in jedem Wahlkreis bis Rosenmontag 300 Unterstützer finden müsse. Um bei der Landtagswahl antreten zu dürfen, müssen alle Parteien, die nicht bereits im Bundes- oder Landtag vertreten sind, solche Unterschriften sammeln. "Wir haben uns an den Landeswahlleiter gewandt, aber man ist uns nicht entgegengekommen." Das bedauert Körner sehr.

Er sagt, dass es in Schleswig-Holstein auch vorgezogene Wahlen gegeben hätte und dort sei man den davon betroffenen Parteien entgegengekommen. "Wir werden nun diskutieren, was wir tun werden", so Körner weiter. Zum Thema Landtagsmandant sagt er: "Wir haben im Saarpfalz-Kreis Leute, die gerne kandidieren möchten, aber erst gilt es, unsere erste Hürde der Unterstützer-Unterschriften zu überwinden." Foto: Heike Theobald

Foto: Becker&Bredel

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