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Marsch für eine Schule in Bolivien

Marsch für eine Schule in Bolivien

Völklingen. "Vayamos companeros" - unter diesem Motto marschierten Hunderte von Schüler/innen und Lehrer/innen des Albert-Einstein-Gymnasiums am Samstagmorgen durch die Völklinger Innenstadt, um auf die Missstände an der bolivianischen Grundschule "Unidad Educativa Solidaridad 55" aufmerksam zu machen

Völklingen. "Vayamos companeros" - unter diesem Motto marschierten Hunderte von Schüler/innen und Lehrer/innen des Albert-Einstein-Gymnasiums am Samstagmorgen durch die Völklinger Innenstadt, um auf die Missstände an der bolivianischen Grundschule "Unidad Educativa Solidaridad 55" aufmerksam zu machen. Die Spanischklasse des Völklinger Gymnasiums hatte diesen Spendenlauf organisiert, um den Altersgenossen in Bolivien finanziell zu helfen.

Während des gesamten Weges wurden Spendengelder gesammelt, die eine bessere Schulbildung und einen angenehmeren Schulalltag der bolivianischen Kinder ermöglichen sollen. Auch hatten die Schüler zuvor Eltern, Verwandte und Freunde animiert, für den zurückgelegten Weg jeweils einen Betrag von zwei Euro zu spenden.

Die Grundschule, die durch den Bolivienmarsch unterstützt wird, liegt in Santa Cruz, einem sozialen Brennpunkt in Bolivien. Den Schülern dort fehlt es an allem, was an deutschen Schulen zu einem guten Standard gehört: Es gibt weder Tafeln, Schulbänke, Stühle noch einen ordentlichen Schulhof. Im Gegenteil: Spitze Steine und Bauschutt sorgen für Verletzungen der Kinder, die ohne Schuhe die Schule besuchen müssen.

Dieses Schicksal berührte die Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums sehr. "Unsere Schule ist gegen die Schule in Bolivien absoluter Luxus. Man weiß oft gar nicht, wie schlecht es anderen Kindern in unserem Alter geht. Daher muss unbedingt darauf aufmerksam gemacht werden", erklärte Hannah Streith (12) aus der Klasse 6.1. Klassenkameradin Annika Freytag (12) wies vor allem darauf hin, dass es in Bolivien kein staatliches Recht auf Bildung gibt und es daher umso wichtiger ist, den Schülern in Santa Cruz zu helfen. Adriana Neu, Schülerin der Klasse 7.2, erhofft sich durch die Spenden einen besseren Schulalltag der bolivianischen Kids: "Wir wollen erreichen, dass die Kinder dort mehr Bücher, Lehrmaterialien und eine gute Lernatmosphäre bekommen." Dies sieht auch Leah-Marie Perschke (12) aus der Klasse 6.1 so: "Nur wenn jeder von uns etwas dazu gibt, können wir wirklich helfen." Der Solidaritätsmarsch startete um 10 Uhr am Albert-Einstein-Gymnasium und führte durch die Völklinger Hauptverkehrsstraßen über den Adolph-Kolping-Platz zurück zum Einstein-Gymnasium. Insgesamt zwei Stunden waren die Schüler unterwegs. An der Schule angekommen stand dann im Rahmen des diesjährigen Schulfestes der ehemalige Schulleiter einer bolivianischen Schule in Santa Cruz, Alfred Metz, mit Informationen zu Bolivien bereit.