Marpinger Vormachtstellung

Marpinger Vormachtstellung

Saarlouis. Zwei Hallen, 16 Mannschaften und etliche Tore - beim Endturnier der Bank-1-Saar-Handball-Trophy der Jugend in Saarlouis wurde am Sonntag einiges geboten. "In erster Linie ist es eine Veranstaltung für die Kinder. Wenn die zufrieden sind, bin ich es auch", verrät Hans-Gerd Fries, Turnierleiter und Vizepräsident Jugend beim Handball-Verband Saar

Saarlouis. Zwei Hallen, 16 Mannschaften und etliche Tore - beim Endturnier der Bank-1-Saar-Handball-Trophy der Jugend in Saarlouis wurde am Sonntag einiges geboten. "In erster Linie ist es eine Veranstaltung für die Kinder. Wenn die zufrieden sind, bin ich es auch", verrät Hans-Gerd Fries, Turnierleiter und Vizepräsident Jugend beim Handball-Verband Saar. In zwei Vorausscheidungen hatten sich aus 123 gestarteten Teams die besten 16 im D- und E- Jugendbereich dafür qualifiziert. Der Spaß war den Beteiligten deutlich anzumerken - aber auch der sportliche Ehrgeiz. "Gerade bei den Jungs geht's da auf Biegen und Brechen. In diesen Altersklassen machen aber auch die Eltern und Großeltern noch voll mit. Das sieht man ja daran, dass die Halle voll ist", sagt Fries am Rande des D-Jugendturniers in der Sporthalle "In den Fliesen".

Voller Einsatz am Feldrand

Voll dabei war auch Holger Schulz. Sein Sohn Mathias hütete am Wochenende das Tor der D-Jugend des HSV Merzig/Hilbringen und hatte in den Partien gegen die favorisierten Gegner, die in der Saarlandliga allesamt vor dem HSV platziert sind, alle Hände voll zu tun. Doch sowohl bei Schulz Junior als auch beim Senior, der die Mannschaft in Vertretung des eigentlichen Trainers betreute, stimmte der Einsatz zu hundert Prozent. Vor allem im dramatischen Spiel gegen die HG Saarlouis. Da schien Holger Schulz an der Seitenlinie beinahe selbst mitzuspielen, so sehr fieberte er mit.

Der Elan des Interimstrainers übertrug sich aber auf sein Team, das der HGS durch ein Tor von Lukas Schwindling in letzter Sekunde ein 8:8 abtrotzte und danach in eine wahre Jubel-Arie verfiel. "Da kommen die Emotionen halt hoch, wenn man in letzter Sekunde den Ausgleich macht. Das sind so Höhepunkte, weshalb ich Handball spiele", verrät Lukas Schwindling. Zumal sein Team in der Liga zweimal deutlich gegen Saarlouis verloren hatte. "Später gewann Merzig dann auch noch gegen die HSG Fraulautern und durfte sich somit über Rang zwei hinter dem SV Zweibrücken freuen. Bei den Mädchen ging es nicht weniger umkämpft zur Sache, wobei sich die D-Jugend der JSG DJK Marpingen/Alsweiler letztlich als übermächtig erwies. Mit drei klaren Siegen in drei Spielen (8:1 gegen den TV Heiligenwald, 11:4 gegen die JSG Südostsaar, 8:4 gegen dem TV Merchweiler) sicherte sich die Mannschaft den Pokalsieg. DJK-Spielerin Ina Skobulo schwärmt: "Das Turnier hat wirklich Spaß gemacht - und natürlich ist es halt immer besonders schön, wenn man auch gewinnt."

Und der Gewinner ist . . . die DJK Marpingen. Bei den Pokalfinals der D- und E-Jugend bot sich ein bekanntes Bild: Die Teams der DJK Marpingen/Alsweiler (links die D-Jugend) gewannen die Titel.

Die E-Jugend tat es ihr gleich: Nach zwei Auftaktsiegen gegen Merzig und Merchweiler konnte sie sich im letzten Spiel gegen den Lokalrivalen DJK Oberthal/Namborn sogar eine 14:16-Niederlage leisten. Marpingen unterstrich mit dem Erfolg seine Vormachtstellung im Mädchen-Handball: Anfang März hatte bereits die A-Jugend den Pokalsieg gefeiert, im Dezember die B-Jugend. Damit sind derzeit bis auf den Pokal der C-Jugend, der nach Zweibrücken ging, alle Trophäen im Besitz der DJK. > siehe auch Zahlen