Marpingen nach dem Pfingsthochwasser Immer wenn es regnet, kommt die Angst

Special | Marpingen · Das Pfingsthochwasser traf viele Menschen im Saarland vollkommen unerwartet. Der kleine Alsbach in Marpingen, sonst 15 Zentimeter tief, schwoll bis auf vier Meter an und setzte die Dorfmitte unter Wasser. Wie geht es den Betroffenen? Wie gehen Sie mit der Angst vor dem nächsten Hochwasser um? Und wie lässt sich das Dorf künftig besser schützen?

So haben die Menschen im Saarland das Hochwasser erlebt​
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Porträts der Betroffenen: So haben die Menschen in Marpingen das Hochwasser erlebt

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Foto: Robby Lorenz

Marco Jochem lehnt sich über das Stahlgeländer und blickt ungläubig auf den Alsbach. Selbst in verregneten Sommern ist der kleine Bach in der Ortsmitte von Marpingen selten tiefer als 15 Zentimeter. An diesem 17. Mai braust ein reißender Fluss unter den Füßen des Feuerwehrmanns in ein enormes Rohr, das die Wassermassen unterirdisch über mehrere Hundert Meter durch die stark bebaute Ortsmitte führt. Die sogenannte Alsbachverrohrung, 1972 gebaut, 4,20 Meter breit, zwei Meter hoch. Um 14 Uhr liegt der Pegel des Alsbachs bei 1,90 Meter. Nur noch die obere Wölbung des Rohrs ragt aus den Fluten.