Marienschüler bei Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten erfolgreich

Schule : Marienschüler haben in Geschichte die Nase vorn

Saarbrücker Gymnasium heimst zwei Landessiege und Förderpreise bei Wettbewerb ein. Weitere Landessiege gehen nach Merzig.

„Der Funke, der 299 Leben auslöschte“ oder „Weihnachten im Pilzberg“, die „Stahlkrise der Stadt Neunkirchen“ oder „Grenzerfahrungen im Saargebiet“. So titelten die Landessieger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten ihre Arbeiten, in denen sie auf Spurensuche gingen. Dazu musste in Archiven nachgeforscht, in alten Quellen viel gelesen und mit Zeitzeugen gesprochen werden. Heraus kamen allein im Saarland 724 Seiten wissenschaftliche Aufsätze, die 137 Schülerinnen und Schüler zu 26 Themen eingereicht hatten.

Am Mittwoch (12. Juni) wurden im Saarbrücker Rathaus von der ausrichtenden Körber Stiftung die Preisträger ausgezeichnet. Landessieger wurden Dascha Peskova, Helen Podschadly und Vivien Roseto vom Gymnasium Marienschule in Saarbrücken mit ihrer Arbeit über das Grubenunglück in Luisenthal, Alina Lesch von der gleichen Schule erhielt einen Landessieg für ihren Beitrag über die Folgejahre der Stahlkrise in Neunkirchen. Zwei weitere Landessiege gingen nach Merzig. Florian Hitzelberger, Henri Victor Huffer, Luis Diwo und Marlen Theobald untersuchten die Geschichte des Pilzberges bei Siersburg, wo in den Kriegsjahren fast 1000 Menschen für Monate in einem Gipsstollen Schutz vor heranrückenden Alliierten suchten und lebten. Daraus entstanden ist ein 30minütiger Film, der die Jury sehr beeindruckt haben muss.

Amélie Daub, Celine Sharon Balle, Engincan Köken, Lena Esperanza Lafitte, Niko Becker und Talya Tongucer wurden Landessieger mit einer Arbeit über die Erfahrungen der Saarländer mit den Grenzziehungen zur Saargebiets-Zeit, als einfache Menschen zu Schmugglern wurden. Alle vier Preisträger hatten sich mit Zeitzeugen unterhalten, Quellen ausgewertet und Schilderungen historischer Begebenheiten erarbeitet. Den Preis für die erfolgreichste Schule bekam die Marienschule in Saarbrücken, die zwei Landessiege und zwei Förderpreise einheimste. Die Schule hatten den Wettbewerb zum Seminarfach gemacht.

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