Klinikschließung: Marienhaus GmbH will in Klinik Losheim investieren

Klinikschließung : Marienhaus GmbH will in Klinik Losheim investieren

Der Krankenhaus-Träger Marienhaus GmbH will nach der anvisierten Schließung des Krankenhauses in Wadern rund 1,5 Millionen Euro in den Standort Losheim investieren, um dort die Innere Medizin auszubauen und zu stärken. Das erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende der Marienhaus-Stiftung, Heinz-Jürgen Scheid, gegenüber der SZ. In Losheim sollen Intensivbetten eingerichtet werden, auch die medizinischen In­strumente für Computertomographie und Knochendichtemessung sollen künftig in der Klinik vorgehalten werden. Diese Investitionen werde die Marienhaus GmbH auf jeden Fall in Angriff nehmen, betonte Scheid – unabhängig davon, ob der Träger Kompensations-Zahlungen für die Schließung seiner Krankenhäuser in Wadern und Dillingen erhält. Insgesamt geht es dabei um zwölf Millionen, die zur Hälfte aus dem Krankenhaus-Strukturfonds des Bundes und aus der Landeskasse kommen würden.

Als Konsequenz aus der angekündigten Schließung des Krankenhauses in Wadern haben sich Landesregierung, Landkreis Merzig-Wadern und die Stadt Wadern darauf verständigt, dass eine Machbarkeitsstudie verschiedene Konzepte zur Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung in der Hochwaldstadt untersuchen soll. Eine der möglichen Varianten, die dabei geprüft wird, ist die Etablierung einer neuen Nordsaarland-Klinik. Diese Machbarkeitsstudie wird von der Marienhaus GmbH nach den Worten ihres Aufsichtsrats-Chefs ausdrücklich begrüßt.

Heinz-Jürgen Scheid gab gegenüber der SZ aber zu bedenken, dass es Konsequenzen für die noch verbliebenen Krankenhaus-Standorte im Hochwald (Lebach, Hermeskeil, Losheim) hätte, wenn die Nordsaarland-Klinik tatsächlich kommen sollte. Diese seien dann nach seinem Dafürhalten in Frage gestellt.

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