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Marc Piazolo löst Jörg Herrlinger ab

Marc Piazolo löst Jörg Herrlinger ab

Homburg. Der neue Vorstandssprecher der Homburger Grünen heißt Marc Piazolo. Am Montagabend wählte die Jahresversammlung der Grünen Piazolo, Professor für Volkswirtschaft der Fachhochschule Kaiserslautern mit Dienstsitz in Zweibrücken, einstimmig zum Nachfolger von Jörg Herrlinger, der nicht mehr antrat

Homburg. Der neue Vorstandssprecher der Homburger Grünen heißt Marc Piazolo. Am Montagabend wählte die Jahresversammlung der Grünen Piazolo, Professor für Volkswirtschaft der Fachhochschule Kaiserslautern mit Dienstsitz in Zweibrücken, einstimmig zum Nachfolger von Jörg Herrlinger, der nicht mehr antrat. Ebenfalls einstimmig fielen die Entscheidungen für die anderen Vorstandsmitglieder: Schatzmeisterin bleibt Yvette Stoppiera, Schriftführer ist Daniel Weibelt. Als Beisitzer wurden Tim Kautenburger und Anna Schiwek gewählt, als Kassenprüfer Jörg Herrlinger und Karina Kloos.Piazolo nutzte die Wahl dazu, seine eigenen Akzente in der Stadtpolitik zu verdeutlichen. Die weichen nicht von den grundsätzlichen Linien der Homburger Grünen ab, so bei der Frage nach einer Notwendigkeit der B 423-Umgehung und der Führungen eines Autobahnzubringers über die Linie der inzwischen denkmalgeschützen Glantalbahn. "Von beiden würde ich eher absehen. Ich denke, dass die Nachteile schwerer wiegen als die Vorteile." Speziell mit Blick auf die geplante B 423-Umgehung stellte Piazolo fest: "Man muss die Belastungen der Bewohner ernst nehmen und versuchen, Alternativlösungen zu finden. Die können aber eigentlich nicht in einer neuen Lärmbelastung an anderer Stelle zu finden sein." Und statt für einen neuen Autobahnanschluss sprach sich Piazolo für eine "vierblättrige" Ertüchtigung des bestehenden Anschlusses Homburg/Bexbach aus: "Lieber Ausbau statt Neubau."

Mit Blick auf die Diskussionen rund um den Neubau eines Kombibades machte sich Piazolo für eine Lösung am Standort des alten Freibades stark. "Mir ist nicht klar, warum die ,Hinkelsbix' so attraktiv sein soll."

Der Wahl vorangegangen waren Standortbestimmungen grüner Politik auf Landes- und Stadtebene. Saar-Umweltministerin Simone Peter skizzierte in ihren Ausführungen unter anderem die Herausforderungen des Masterplanes Energie. Dabei im Mittelpunkt: Die Zukunft der erneuerbaren Energien im Mix mit fossilen Brennstoffen.

Grünen-Landeschef Hubert Ulrich kritisierte den öffentlichen Umgang mit der Arbeit des grünen Bildungsministers Klaus Kessler. Mit Bezug auf die vorgesehene Gemeinschaftsschule meinte Ulrich, dass Klaus Kessler schon viel erreicht habe, die Leistungen würden aber einfach nicht anerkannt. Winfried Anslinger, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Homburger Stadtrat, schließlich griff in Sachen Planung Kombibad, B 423-Umgehung und Schlossberg-Bebauung den politischen Gegner an und warf der großen Koalition aus CDU und SPD im Stadtrat vor, "interessengeleitet" zu sein. thw