Magischer Start ins neue Musikjahr

Magischer Start ins neue Musikjahr

Homburg. Es war und bleibt ein echter Publikumsmagnet, das Homburger Neujahrskonzert, das auch diesmal wieder vom Homburger Kammersinfonie-Orchester gestaltet wird. Nur noch wenige Restkarten gibt es überhaupt noch, teilt das städtische Kulturamt mit. Dabei soll es aber auch ein geheimnisvoller Start ins Musikjahr werden

Homburg. Es war und bleibt ein echter Publikumsmagnet, das Homburger Neujahrskonzert, das auch diesmal wieder vom Homburger Kammersinfonie-Orchester gestaltet wird. Nur noch wenige Restkarten gibt es überhaupt noch, teilt das städtische Kulturamt mit. Dabei soll es aber auch ein geheimnisvoller Start ins Musikjahr werden.

Zauberhaft wird es zugehen, verspricht das Orchester, das sich für das Neujahrskonzert am Sonntag, 17. Januar, das Motto "magisch!" über die Noten geschrieben hat. Wie üblich erklingt der musikalische Gruß ans neue Jahr gleich zweimal - um elf und um 19 Uhr. Markus Korselt und seine Musiker haben sich wieder allerhand einfallen lassen und wollen ihr Publikum in die zauberhafte Welt der Märchen entführen. Ort des Geschehens ist das Kulturzentrum Saalbau Homburg. Und dabei lässt gleich der Start eher an die Tricks großer Zauberer als an Musik denken. Denn ohne ihr Instrument zu berühren, entlockt die Virtuosin Carolina Eyck dem Theremin, sphärische Klänge, die manchmal an den Klang einer Frauenstimme erinnern. Dabei hat allerdings kein Harry-Potter-Zauber abgefärbt. Es liegt vielmehr in der Natur des Instruments: Das Theremin, 1917 vom russischen Physikprofessor Lev Sergejewitsch Termen (1896-1993) erfunden, wandelt mit Hilfe von Oszillatoren, also Schwingungserzeugern, Bewegung in Klang um, erläutert das Orchester. Mit dem Abstand ihrer beiden Hände zu zwei Antennen beeinflusst Carolina Eyck Tonhöhe und Lautstärke.

Sein Klang machte das Theremin zum beliebten Effekt-Instrument für Filmmusiken. Schostakowitsch setzte es für den sowjetischen Film "Odna" ein und Hollywood-Komponisten wie Miklós Rósza nutzten es, um extreme psychische Zustände musikalisch auszudrücken und zur Vertonung von Science-Fiction-Filmen.

Beim Neujahrskonzert in Homburg wird Carolina Eyck die berühmte Rossini-Arie "Una voce poco fa" und zwei Uraufführungen für das Theremin spielen.

Fortgesetzt wird der Streifzug durch die magische Märchenwelt dann mit dem Phönix-Schwingen-Walzer von Johann Strauss, Franz Léhars Märchen aus 1001 Nacht und Franz Schuberts einmaliger Ouvertüre "Der Teufel als Hydraulicus".

Aber auch im rationalen 20. Jahrhundert spielte das Übersinnliche noch eine Rolle, wie Edward Elgars Feen und Riesen eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Was aber wären Märchen ohne das große Motiv der Liebe? Sergej Prokofiew thematisiert es in der Liebe zu den drei Orangen. Und auch Elisabeth Wiles, Sopran, und Algirdas Drevinskas, Tenor, wissen in den Arien, die sie vortragen werden, ein Lied davon zu singen. ust/red

Auf Einen Blick

Der Vorverkauf im Kultur- und Verkehrsamt der Stadt Homburg für das Neujahrskonzert am Sonntag, 17. Januar, hat bereits begonnen. Vorstellungen sind für elf Uhr und für 19 Uhr angesetzt. Karten gibt es nur noch wenige für das Abendkonzert. Reservierungen sind möglich unter Telefon (06841) 101 166. Die weiteren Vorverkaufszeiten sind montags bis donnerstags von acht bis zwölf Uhr und von 14 bis 15.45 Uhr sowie freitags von sieben bis zwölf Uhr.

Eintrittspreis inklusive Sektempfang: 18 Euro. red

Mehr von Saarbrücker Zeitung