1. Saarland

Maas rechnete in Merzig mit der Jamaika-Koalition ab

Maas rechnete in Merzig mit der Jamaika-Koalition ab

Merzig. Die Wahlkundgebung der Merziger SPD nutzte am Dienstag SPD-Spitzenkandidat Heiko Maas zur Abrechnung mit dem politischen Gegner. Chaos und Peinlichkeiten sind nach seiner Einschätzung prägend für die beiden Regierungsjahre der Jamaika-Koalition gewesen, sagte Maas vor rund 100 Gästen im Foyer der Merziger Stadthalle

Merzig. Die Wahlkundgebung der Merziger SPD nutzte am Dienstag SPD-Spitzenkandidat Heiko Maas zur Abrechnung mit dem politischen Gegner. Chaos und Peinlichkeiten sind nach seiner Einschätzung prägend für die beiden Regierungsjahre der Jamaika-Koalition gewesen, sagte Maas vor rund 100 Gästen im Foyer der Merziger Stadthalle.Vorrangig bei den Regierungsbeteiligten sei der Blick auf die Dienstwagen gewesen, wetterte der SPD-Landeschef. "So konnte es nicht weitergehen." Den Niedergang der Koalitionspartei FDP bezeichnete er gar als "Prozess der Selbststeinigung".

Dass Maas nach der Koalitionsauflösung viele Freunde dazugewonnen habe, wollte er den interessierten Zuhörern nicht verhehlen. So habe ihm Hubert Ulrich bereits wenige Tage nach der Auflösung der Regierung durch Annegret Kramp-Karrenbauer auf wundersame Weise bestätigt: "Ich war schon immer für ein Zusammengehen mit der SPD." Auch Oskar Lafontaine, der einem rot-roten Bündnis nie eine Chance gegeben hatte, habe in kürzester Zeit seine Meinung grundlegend gewandelt. Aber der SPD-Chef warnte: Wer für Lafontaine stimmt, wählt Kramp-Karrenbauer. Aber auch sie bekam ihr Fett weg. Maas: "Sie ist nicht die Erlöserin von Jamaika, sondern eine Hebamme."

Programmatisch bekannte sich Maas zur Gemeinschaftsschule, forderte allerdings erhebliche Verbesserungen. Sein Bekenntnis auch zu Tariftreuegesetz, Mindestlohn und Stärkung der saarländischen Wirtschaft. owa