Lustspiel statt Dramatik

Lustspiel statt Dramatik

In früheren Jahren - es ist schon eine Weile her - habe ich mich noch richtig gefreut aufs neue Jahr. Die letzten zwölf Monate wurden stets mit Sekt und Böllern fröhlich abgehakt und ein neues, verheißungsvolles Kapitel eröffnet. Heute sieht das leider ein bisschen anders aus. Da hört man die Neujahrsansprachen der Regierenden und ist gerade schon bedient

In früheren Jahren - es ist schon eine Weile her - habe ich mich noch richtig gefreut aufs neue Jahr. Die letzten zwölf Monate wurden stets mit Sekt und Böllern fröhlich abgehakt und ein neues, verheißungsvolles Kapitel eröffnet. Heute sieht das leider ein bisschen anders aus. Da hört man die Neujahrsansprachen der Regierenden und ist gerade schon bedient. Weil sie uns mal wieder einschwören wollen auf "schwierige Zeiten". Vielleicht ist es ja zuviel verlangt, aber eine gute Portion Optimismus könnten Merkel, Müller und Co. schon mal versprühen. Weil sich dies eher dazu eignen würde, die Leute anzuspornen, anstatt sie missmutig zu machen. Vielleicht geht es Ihnen so wie mir. Vielleicht sind auch Sie der vielen Spekulationen überdrüssig, ob es uns im neuen Jahr besser oder auch schlechter geht oder wie auch immer. Es kommt sowieso immer anders, als man meint. Lustspiel statt Trauerspiel sollte aber in jedem Fall die Devise lauten. Mit Mutlosigkeit, mit Verzagtheit kann man's nicht schaffen.

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