Ludwigsparkstadion: Umbau wird wieder teurer, jetzt sind es 34 Millionen

Ludwigspark : Saarbrücker Stadion wird erneut teurer

16, 20, 28 – die Stadt rechnet jetzt mit 34 Millionen Euro für den Ludwigspark. Falls alles gut geht.

Erneute Kostensteigerung beim Umbau des Saarbrücker Ludwigsparkstadions: Auf einer Pressekonferenz hat die Stadt gestern bekanntgegeben, dass das landesweit teils heftig umstrittene Projekt jetzt rund 34 Millionen Euro kosten soll – mehr als doppelt so viel wie ursprünglich vorgesehen. Die neuerlichen sechs Millionen Mehrkosten sollen mit einem Sonderkredit finanziert werden, der über das Gebäudemanagement der Stadt abgewickelt werden soll. Dafür müssen in den nächsten Wochen aber noch Stadtrat, ein Werksauschuss sowie das Innenministerium als Kommunalaufsicht grünes Licht geben. Durch den Kredit soll es keine Auswirkungen auf andere städtische Bauprojekte wie Kitas oder Schulen geben, erklärte Saarbrückens Baudezernent Heiko Lukas.

Vorgespräche zwischen Stadt und Ministerium gab es nach SZ-Informationen bereits. Die sechs Millionen resultieren unter anderem aus einem Auftrag für Betonteile für den Tribünenbau, der zwei Millionen Euro über den kalkulierten Kosten läge sowie aus Kostensteigerungen bei der Elektroversorgung und für Planungsbüros. Nach Berechnungen des mit dem Bau betrauten Büros seien zudem bei weiteren noch ausstehenden Ausschreibungen Mehrkosten möglich. „Das hängt auch von den eingehenden Angeboten für die anstehenden Ausschreibungen ab“, sagte Lukas.

Der Umbau des Ludwigsparks war 2015 mit ursprünglich 16 Millionen Euro Kosten angekündigt worden. Anfang 2016 lautete die Schätzung schon 20 Millionen, ehe im Februar 2017 von 28 Millionen Euro die Rede war. Als Gründe wurden unter anderem gestiegene Preise und mangelnder Wettbewerbsdruck durch zu wenige Bieter genannt. Von Fehlplanungen wollten die Verantwortlichen nichts wissen. Im Dezember berichtete die SZ dann bereits von einem Anstieg auf 30,5 Millionen, weil eine Ausschreibung gescheitert war.