Linke fordert weniger militärische Übungsflüge über der Region

Nach Absturz nahe Trier : Linke bezeichnet Kampfjet-Übungen als „unverantwortlich“

Nach dem Absturz eines Kampfjets am Dienstag (8. Oktober) nahe Trier fordert die Linksfraktion aus dem Saarland weniger militärische Übungsflüge über dem Saarland.

Das teilte die Landesfraktion in einer Pressemittteilung am Donnerstag (10. Oktober) mit. Kampfjet-Übungen über einem so dichtbesiedelten Gebiet wie dem Saarland seien „unverantwortlich“, so die Homburger Abgeordnete Barbara Spaniol. Die Maschine war nahe Trier abgestürzt, zuvor aber anscheinend über Wadern geflogen. Weitere Kampfjets des Verbandes flogen über Ottweiler und Neunkirchen.

Die Linke fordert die Landesregierung nun auf, im Innenausschuss über entsprechende Gespräche mit dem Verteidigungsministerium, Maßnahmen und Fortschritte berichten. Dass der Luftraum über dem Saarland besonders durch militärische Übungsflüge belastet sei, liege daran, dass die saarländische Landesregierung kaum Einfluss auf die Bundesregierung habe. Besonders Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer sieht Spaniol in der Verantwortung. Sie müsse für „eine spürbare Senkung der Lärmbelastung und Gefahren durch Übungsflüge über dem Saarland und eine gleichmäßige Verteilung der Flüge über dem Bundesgebiet sorgen“.

Nicht nur die Gefahr eines Absturzes, auch den Fluglärm kritisiert die Linke. Die Menschen im Nordsaarland seien es leid, „als Spielwiese der Militärflieger dienen zu müssen“, sagt der Vorsitzende des Ortsverbandes Ottweiler, Ralf Georgi. Allgemein müsse es auf nationaler Ebene zu einer Abrüstung und einer Rückkehr zu einer friedlichen Außenpolitik kommen. Viele der Jets, die über dem Saarland im Einsatz sind, würden schließlich aktiv Kriege der USA unterstützen.

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