1. Saarland

Liebe und Träume am Bostalsee

Liebe und Träume am Bostalsee

Gonnesweiler. Kurt Sarstrup spricht von Liebe. Der Mann, der für Verkauf und Vermarktung der Ferienhäuser am Bostalsee zuständig ist, gesteht den Hunderten Gästen am Freitagmittag im Festzelt mitten auf der Baustelle, dass er, der aus dem hohen Norden komme, immer dachte, gute Ferienprojekte seien nur am Meer zu machen

Gonnesweiler. Kurt Sarstrup spricht von Liebe. Der Mann, der für Verkauf und Vermarktung der Ferienhäuser am Bostalsee zuständig ist, gesteht den Hunderten Gästen am Freitagmittag im Festzelt mitten auf der Baustelle, dass er, der aus dem hohen Norden komme, immer dachte, gute Ferienprojekte seien nur am Meer zu machen. Aber bei seinem ersten Besuch am Bostalsee sei er angetan gewesen; "beim zweiten Besuch habe ich mich dann ernsthaft in das Grundstück verliebt". Es sei also Liebe auf den zweiten Blick gewesen. Ähnlich sei es den Verantwortlichen bei Center Parcs gegangen. Was aber viel wichtiger sei: Die Liebe sei von Dauer.Auch die möglichen privaten Investoren scheinen verliebt in das Gelände zu sein. Denn es gebe, so Sarstrup, schon weit mehr als 100 Anfragen aus dem Saarland. Dabei ist Verkaufsstart erst der 1. Oktober.

Auch beim Baustellenfest zeigten sich die zahlreichen Besucher interessiert an den Musterhäusern. Außerdem informierten sie sich an den Ständen. Und Nohfeldens Bürgermeister Andreas Veit verkündete stolz: "Es gibt sie noch, die guten Nachrichten." Mit dem Ferienpark würden nicht nur 350 Arbeitsplätze geschaffen, es werde auch investiert. Und: "Die Gemeinde wird Tourismus-Standort Nummer eins im Saarland." Ziel sei es, das betonte Landrat Udo Recktenwald, dass die Menschen, die im Park Urlaub machen, auch die Region besuchen. So könne auch die Wirtschaft in den umliegenden Orten profitieren. Das betonte auch der saarländische Wirtschaftsminister Christoph Hartmann: "Es kommen Menschen in die Region, die sonst nicht hier hergekommen wären." Dank des offenen Konzeptes des Parks, würden diese Besucher "in St. Wendel einkaufen, in Tholey pilgern, unsere Radwandernetze und unsere Gastronomie nutzen". Kurz: Sie geben Geld aus. In einer kurzen Talkrunde erzählten die "Macher" des Ferienparks, wie Recktenwald seinen Amtsvorgänger Franz Josef Schumann, den ehemaligen Bürgermeister Heribert Gisch, Rudolf Müller von der Projektgesellschaft und Sarstrup nannte, von ihren Erlebnissen. "Es gibt Projekte, die verfolgen einen ein Berufsleben lang", spielte Schumann darauf an, dass er zunächst als Landrat, später als Sparkassenpräsident mit dem Ferienpark befasst war. Und Gisch erzählte von den anfänglichen Widerständen: "Vor allem diese andere Größenordnung, die wir vor hatten, war das Kernproblem der Diskussion." Es sei schon ein "schwerer Gang" gewesen, vor den Gemeinderat zu treten und den Kauf von Grundstücken für sechs, sieben Millionen Mark anzuregen, "ohne zu wissen, was kommt".

Aber genau diese Visionen lobte die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: "Ich habe das Gefühl, je besser die Idee, die Vision, umso länger dauert es, bis sie Wirklichkeit wird." Und mit dem Ferienpark werde ein Traum Realität, der "eine enorme Bedeutung für unser Land hat".