Licht und Schatten in der Saarbrücker Patton-Galerie

Saarbrücken. Mit Licht in die Dunkelheit zu ritzen, das Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit auf Fotopapier zu bannen, davon handelt die von Elliot Paul Grant zusammengestellte Ausstellung "Dancing Darkness", zu der sich sieben Fotografen in der Galerie der Patton-Stiftung in der Saargemünder Straße 70 in St. Arnual zusammengefunden haben

Saarbrücken. Mit Licht in die Dunkelheit zu ritzen, das Wechselspiel von Helligkeit und Dunkelheit auf Fotopapier zu bannen, davon handelt die von Elliot Paul Grant zusammengestellte Ausstellung "Dancing Darkness", zu der sich sieben Fotografen in der Galerie der Patton-Stiftung in der Saargemünder Straße 70 in St. Arnual zusammengefunden haben. Das klingt nach fotografischen Standardsituationen, die es hier reichlich gibt, aber auch nach außerordentlichen Momenten zwischen Schwarz und Weiß. Der Saarbrücker Fotograf André Mailänder hat dafür seine Serie Yukiguni, japanisch für Schneeland, in Anlehnung an den gleichnamigen Roman des japanischen Schriftstellers Kawabata Yasunari aufgeboten. Schwarze Pflanzenstängel ragen aus Schneeflächen und beschreiben eine scheinbar karge Fläche, die in Großformat die karge Schönheit und in kleinformatigen Serien die Vielfalt des scheinbar Gleichförmigen von Schwarz, Grau und Weiß zeigt. Schneeflocken verformen sich im Objektiv der Kamera zu mattgrauen Lichtkugeln und erweisen den Reichtum der Kargheit, den Mailänder aus schwarz-weißer Landschaft birgt.Das verträgt sich bestens mit den Wasseraufnahmen von Rachel Mrosek. Graue Meereswellen erzeugen eine Struktur, die sie in auf eine Tafel mit Kreide gezeichnete Strukturen übersetzt oder Fotos zu Kreisformationen vernäht. Allein diese Paarung zwischen Ruhe und Bewegung, erzeugt aus dem Übergang von Hell und Dunkel, lohnt den Besuch. Wie Licht aus der Dunkelheit dringt, aus künstlichen und natürlichen Lichtquellen bei Oliver Schneider und als Reflex und Restlicht bei Julia Schiller, erweist sich als gelungene Verbindung zweier Positionen. Dagegen bleiben die weiteren Arbeiten, farblich aufgemischt bei Volker Schütz, in der Nahaufnahme bei Lilian Riewer, im Miteinander von Mensch und Landschaft bei Véronique Verdet beliebig und allzu vordergründig. sg

Wieder von Montag, 7. Januar, bis zum Freitag, 18. Januar. Dienstag und Mittwoch von 16 bis 19 Uhr. Donnerstag bis Samstag von 16 bis 20 Uhr.

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