"Letztes Wort ist noch nicht gesprochen"

"Letztes Wort ist noch nicht gesprochen"

Dudweiler. Die Fraktionen im Dudweiler Bezirksrat kommen in Fahrt, wenn es um ihre Meinung geht hinsichtlich der von der Stadt Saarbrücken beabsichtigten Schließung des Freibades Dudweiler, des Lehrschwimmbeckens der Albert-Schweitzer- Grundschule sowie der Stadtteilbibliothek. Deutlich wurde so gestern Sigrun Krack, die Fraktionsvorsitzende der Grünen

Dudweiler. Die Fraktionen im Dudweiler Bezirksrat kommen in Fahrt, wenn es um ihre Meinung geht hinsichtlich der von der Stadt Saarbrücken beabsichtigten Schließung des Freibades Dudweiler, des Lehrschwimmbeckens der Albert-Schweitzer- Grundschule sowie der Stadtteilbibliothek. Deutlich wurde so gestern Sigrun Krack, die Fraktionsvorsitzende der Grünen. "Das geht nicht, das ist ganz klar", sagte sie in Hinblick darauf, dass die Stadt Projekte wie "Stadtmitte am Fluss" vorantreibe und gleichzeitig den Stadtteil ausbluten lasse. Bei allem Sparwillen sei das nicht vermittelbar. Aber, so Krack: "Ich bin sicher, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist." Am Donnerstag stünden die Abstimmungsgespräche mit den Grünen im Saarbrücker Rat an. Ganz klar gegen die Sparpläne für Dudweiler ist auch Gabriele Ungers, die Fraktionschefin der Linkspartei im Bezirksrat. Im Wahlprogramm 2009 ihrer Partei habe man erklärt, dass das Freibad für Dudweiler wichtig sei. Ungers: "Wir sehen keinen Grund, das Bad dichtzumachen." Ebenso verhalte es sich im Hinblick auf die Schulschwimmhalle. Rainer Dorscheid, CDU-Fraktionschef im Bezirksrat, sagte, die Schließung von Bädern in Dudweiler habe seine Fraktion immer abgelehnt. Das gelte noch heute. "Seltsamerweise", sagte er, sei beabsichtigt, in den Stadtbezirken einiges dichtzumachen. Das sei aber nicht einzusehen. Gerade da, wo es um Angebote für Kinder und Jugendliche geht, solle man sich mit Spargedanken zurückhalten. Das Schlimmste sei aber, dass die Sparvorschläge der Stadt Saarbrücken ein "Hau-ruck-Verfahren" darstellen, das man jetzt mal durchziehen wolle. Nicht erreichbar waren gestern der FPD-Fraktionschef Gerd Kiefer und die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bezirksrat, Daniele Wickmann-Eisinger. mh

Mehr von Saarbrücker Zeitung