Leserbriefe

Der Vielfalt nicht gerecht gewordenZum Artikel: "Unser Ort hat viele Gesichter: Welschbach" (SZ vom 25. Mai)Die Darstellung von Ortsvorsteher Christian Petry "eine erste urkundliche Erwähnung ist ungewiss" und der Hinweis auf Chroniken im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648), kann so nicht stehen bleiben

Der Vielfalt nicht gerecht geworden

Zum Artikel: "Unser Ort hat viele Gesichter: Welschbach" (SZ vom 25. Mai)

Die Darstellung von Ortsvorsteher Christian Petry "eine erste urkundliche Erwähnung ist ungewiss" und der Hinweis auf Chroniken im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648), kann so nicht stehen bleiben. Hätte er im "Welschbacher Heimatbuch" von 1992, herausgegeben von einer Arbeitsgemeinschaft mit dem damaligen Ortsvorsteher A. Diehl, nachgelesen, so hätte er feststellen können: Es gibt urkundliche Erwähnungen bereits zirka 100 Jahre vorher. Vermutlich die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1537 ("Froleinsteuer") und eine andere auf 1542 ("Türkenschatzung") zurück. Die Urkunden liegen im Staatsarchiv in Koblenz. Beide Urkunden sind in dem genannten Heimatbuch sowie bei dem Hobby-Historiker Theo Beyer (†2002) ausdrücklich erwähnt.

Ergänzend zu der Feststellung von der "einen Dorfkneipe" ist festzuhalten, zurzeit werden mindestens vier Gaststätten (Berg-Schenke, Karlsberg-Klause, Cafeteria/Welschbachhalle, Pfarrheim katholische Kirche) öffentlich betrieben. Man kann unterschiedlicher Auffassung über die Gewichtung verschiedener Gruppen bei der Darstellung eines Ortes sein. Einen Kulturträger wie den Männergesangverein mit der knapp 40 Sänger umfassenden Chorgemeinschaft unerwähnt zu lassen und dafür beispielsweise dem "Kinderparlament" erste Priorität einzuräumen, lässt Zweifel an der Ausgewogenheit aufkommen. Welschbach hat tatsächlich viele Gesichter (und nicht nur die in dem Bericht dargestellten).

Elmar Woll für den Heimat- und Kulturkreis Welschbach

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