1. Saarland

Leinwand mit Lebensgefühl

Leinwand mit Lebensgefühl

Homburg. Dem heute 68-jährigen St. Ingberter Maler Horst Heib schien es zunächst nicht in die Wiege gelegt zu sein, Maler zu werden. Beruflich war er als Lehrer und Schulleiter, zuletzt in St. Ingbert tätig. Erst relativ spät, im Jahre 2006, nach seiner Pensionierung griff er zu Pinsel und Farbe, um sich durch Zeichnen und Malen eine neue, diesmal künstlerische Existenz zu schaffen

Homburg. Dem heute 68-jährigen St. Ingberter Maler Horst Heib schien es zunächst nicht in die Wiege gelegt zu sein, Maler zu werden. Beruflich war er als Lehrer und Schulleiter, zuletzt in St. Ingbert tätig. Erst relativ spät, im Jahre 2006, nach seiner Pensionierung griff er zu Pinsel und Farbe, um sich durch Zeichnen und Malen eine neue, diesmal künstlerische Existenz zu schaffen. Freilich war der Drang, sich in und durch Malerei zu verwirklichen, schon in jungen Jahren stark ausgeprägt.Den Anstoß gab ihm ein Zeitgenosse, der holländische Maler Ton Schulten, der auch Maler des Lichts genannt wird. Ihm hat er in der Tat einiges zu verdanken. Auch Heibs Landschaftsbilder leben von der Ausdruckskraft klarer Farben, die ihren Platz wohl auf der Leinwand finden, aber nicht hier entstehen. Ihr Zuhause ist ein Ort der Gefühle, der Inspiration, kurz der Ort, den man früher Seele nannte. Die rund 40 Bilder der Ausstellung - eine Auswahl aus dem inzwischen umfangreichen Oeuvre - sind ausschließlich Acryl-Arbeiten auf Leinwand, konventionell mit Pinsel, Schwamm und Fingerkuppe gemalt. Auch Themen und Motive - soweit es sich nicht um abstrakte Darstellungen handelt - stehen in der malerischen Tradition gegenständlicher oder bewusst abstrahierter Malweise.

Letztlich geht es dem Maler aber nicht nur um schöne Formen und Farben; er will sein Lebensgefühl, sein Weltbild auf der Leinwand einbringen und dem Betrachter mitteilen. Ist von der Welt die Rede, dann ist immer der Mensch mitgedacht. So ist die zweite große Themengruppe den Menschen in ihren unterschiedlichsten Lebenslagen und Aktivitäten gewidmet. Auch bei seinen abstrakten Arbeiten geht es Heib nicht darum, Kunst um der Kunst willen zu produzieren. Vielmehr ist es ihm darum zu tun, den Zuschauer herauszufordern, beim Betrachten der Bilder eigene Gedanken, Vorstellungen und Fantasien zu entwickeln, sich in den gemalten Welten und Menschen wiederzuerkennen oder Neues zu entdecken. red

Zu sehen sind die Bilder im Atrium der Universitätsklinik für Urologie, Gebäude sechs, in Homburg.

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