1. Saarland

Leidenschaft auf der Bühne und im Saal

Leidenschaft auf der Bühne und im Saal

Oberthal. Im Publikum herrschte eine harmonische Stille, alle Augen richteten sich auf Anny Hwang, die in einem eleganten türkisfarbenen Kleid am Flügel saß und sich ganz und gar ihrer Musik hingab. Die junge Pianistin spielte am vergangenen Samstag ein Solo-Klavierkonzert im Bürgersaal des Oberthaler Rathauses und folgte damit der Einladung des Freundeskreises Kultur im Rathaus

Oberthal. Im Publikum herrschte eine harmonische Stille, alle Augen richteten sich auf Anny Hwang, die in einem eleganten türkisfarbenen Kleid am Flügel saß und sich ganz und gar ihrer Musik hingab. Die junge Pianistin spielte am vergangenen Samstag ein Solo-Klavierkonzert im Bürgersaal des Oberthaler Rathauses und folgte damit der Einladung des Freundeskreises Kultur im Rathaus. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht das Kulturleben der Gemeinde zu fördern und zu unterstützen.Anny Hwang, die nur eine Woche nach ihrer Geburt ins Saarland zog und mit ihrem Musikinstrument mittlerweile um die ganze Welt reist, war froh, mal wieder in der Heimat spielen zu dürfen. "Das ist immer etwas ganz besonderes, da fühlt man sich gleich wohl", meinte sie. Für ihren Auftritt in Oberthal hatte die Künstlerin ein klassisches Programm vorbereitet, das in zwei Teile gegliedert war. So spielte sie gleich zu Beginn Ludwigs van Beethovens "Sonate Nr. 17 ('Der Sturm')" und bewies anschließend mit Stücken von Johannes Brahms, wie gut sie ihr Instrument beherrscht.

Auch Anny Hwangs Eltern saßen im Publikum und hörten ihrer Tochter gespannt zu. "Ich freue mich immer sehr, wenn meine Eltern bei einem Konzert dabei sein können, das kommt in letzter Zeit leider nur selten vor", erzählte die 23-Jährige. Von ihrer Mutter lernte Anny Hwang, die Klavier in Berlin studiert, bereits im Alter von drei Jahren die ersten Stücke. "Das Klavier ist ein Instrument, das ich mir ausgesucht habe. Es ist mein natürliches Ausdrucksmittel", so die Musikerin.

Den zweiten Teil der Aufführung widmete die ambitionierte Solistin einem der populärsten Pianisten des 19. Jahrhunderts, Frédéric Chopin. Mit der "Ballade Nr. 2", der "Andante spianato" und der "Grande Polonaise Brillante" steckte Anny Hwang auch die Zuhörer mit ihrer Leidenschaft für die Musik an.

Mit gleich zwei Zugaben bedankte sich die talentierte Künstlerin, die sich auch für die Zukunft noch einiges vorgenommen hat: "Ich möchte viele Konzerte geben und mich weiterentwickeln, denn in der Musik hört man nie auf zu lernen."