1. Saarland

Lebhafte Debatten um den Wald

Lebhafte Debatten um den Wald

Die Förderung des Privatwaldes und das Privatwaldkonzept im Saarland waren unter anderem Themen bei der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Merzig-Wadern in Büschfeld.

Etwa 70 Mitglieder trafen sich in Büschfeld zur Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Merzig-Wadern. Unter der Gästen war aber auch Umweltministerin Anke Rehlinger. Sie würdigte die Arbeit der Forstbetriebsgemeinschaft, einem Zusammenschluss von Privatwaldbesitzern. Sie ging auch auf die Förderung des Privatwaldes ein. So entfallen künftig aufgrund der Finanzlage landesfinanzierte Fördermöglichkeiten, wie das bis 2014 laufende Klimawaldprogramm.

Die zusammen mit Bund und EU gewährten Förderungen, so genannte GAK-Mittel, werden aber weiterhin gewährt. Zur Stärkung der Strukturen des privaten Waldbesitzes im Saarland ist man mit dem Projekt Privatwaldkonzept Saarland auf einem guten Weg. Wegen des Ausstiegs aus der Kernkraft ist es nach Ansicht der Ministerin auch notwendig, Windkraftanlagen in Wäldern zu installieren. Die Landesregierung habe dazu den rechtlichen Rahmen gesetzt. Rehlinger sprach auch die Überlegungen an, gemeinsam mit Rheinland Pfalz einen Nationalpark zu errichten. Sofern sich Rheinland Pfalz für die Gebietskulisse Hochwald-Idarwald entscheide, werden im Saarland die weiteren Planungen angegangen.

Zu zwei weiteren Themen sprach Thomas Steinmetz, Referatsleiter für Privatwald im Umweltministerium. Zunächst ging er detailliert auf die aktuelle Fördersituation ein. Das Klimawaldprogramm wird 2014 auslaufen. Es können derzeit dafür noch Anträge gestellt werden. Die Förderung nach dem GAK-Programm wird auch über 2014 hinaus gewährt. Insbesondere werden dort Erstaufforstungen, Voranbau von sich auflösenden Fichtenbeständen (älter als 60 Jahre), Pflege von Jungbeständen und Wegebau gefördert.

Verkehrssicherung diskutiert

In einem zweiten Referat ging Steinmetz auf die Verkehrssicherungspflicht im Wald ein. Dabei stellte er insbesondere die unterschiedlichen Grundsätze bei waldtypischen und atypischen Gefahren da. Atypische sind vom Waldbesitzer selbst geschaffene Gefahrenstellen wie Wegeabgrabungen, Wegeschranken oder Brücken und Forstarbeiten. Die Thematik Verkehrssicherung bei Wanderwegen im Privatwald wurden lebhaft diskutiert.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Ehrung des Waldbauern des Jahres 2012. Das Ehepaar Ursel und Eckhard Strauß aus Weiskirchen wurde für die vorbildliche, naturnahe Bewirtschaftung ihrer Wälder geehrt. In der Begründung führte der FBG-Geschäftsführer Tino Hans besonders die Bemühungen der Familie um gute und unterschiedliche Bestände mit hohem ökologischem Wert an.