1. Saarland

Lebensretter planen große Fete

Lebensretter planen große Fete

St. Wendel. Ob Konzerte oder Feste, der Bostalsee ist ein beliebter Veranstaltungsort im St. Wendeler Land. Von Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. Juli, wird er Schauplatz einer Premiere: den Feuerwehrtagen. Drei Tage ist die Festwiese am See fest in der Hand der Blaulichtszene. Denn neben den Feuerwehren der St

St. Wendel. Ob Konzerte oder Feste, der Bostalsee ist ein beliebter Veranstaltungsort im St. Wendeler Land. Von Freitag bis Sonntag, 20. bis 22. Juli, wird er Schauplatz einer Premiere: den Feuerwehrtagen. Drei Tage ist die Festwiese am See fest in der Hand der Blaulichtszene. Denn neben den Feuerwehren der St. Wendeler Gemeinden werden auch Polizei, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), das Technische Hilfswerk (THW), Bundeswehr, Notseelsorger, Vertreter der Stefan-Morsch-Stiftung und das Team der Organspende Saar vor Ort sein. "Es ist ein Miteinander und kein Gegeneinander", betont Dirk Schäfer, Pressesprecher der Feuerwehr, während eines Besuchs in der St. Wendeler SZ-Redaktion. Deshalb starten die Feuerwehrtage auch am Freitag, 20. Juli, mit einer gemeinsamen Blaulichtparty ins Festwochenende.Doch wie ist die Idee zu dieser Großveranstaltung entstanden? "Seit den 1950er-Jahren gab es die Kreisfeuerwehrtage", erklärt Andreas Wita, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands. Einem Rotationssystem folgend, haben die Gemeinden abwechselnd diesen Tag organisiert. Dieser fand 2008 letztmalig in Nonnweiler statt. "Durch personelle Probleme konnten die Gemeinden so ein Fest nicht mehr ausrichten", führt Wita Gründe für das Ende der Kreisfeuerwehrtage an.

Doch schon damals war man sich im Kreisfeuerwehrverband einig: Diese Tradition sollte nicht ganz verschwinden. Waren doch die Kreisfeuerwehrtage immer eine gute Gelegenheit, der Bevölkerung die Arbeit der Wehr näher zu bringen. So wurde schließlich die Idee zu den Feuerwehrtagen geboren. Seit zirka zwei Jahren haben sich die Verantwortlichen mit der Planung beschäftigt.

Damit "kein Feuerwehrmann mehr Rostwürste verkaufen muss", hat sich die Feuerwehr mit Bavaria-Event einen erfahrenen Partner mit ins Boot geholt, der sich um die Verkostung kümmere, erklärt Wita.

Höhepunkt der Veranstaltung ist für den Kreisfeuerwehrverbandschef der offizielle Teil der Feuerwehrtage am Sonntag. Zehn Fallschirmspringer werden dann über dem See abspringen. "Acht von ihnen tragen die Fahnen der einzelnen Gemeinden, einer die Fahne des Landkreises und einer die Feuerwehrfahne", erklärt Schäfer. Anschließend werden "Ehrungen vollzogen, die nicht alltäglich sind", kündigt Wita an.

Die Feuerwehren der einzelnen Gemeinden haben die Gelegenheit, sich an dem Wochenende zu präsentieren. Damit es für die Besucher abwechslungsreicher ist, stellen die Feuerwehrleute verschiedene Arbeitsbereiche vor. In Schauübungen wird beispielsweise gezeigt, welche Folgen eine Fettbrandexplosion haben kann oder wie ein Feuerlöscher funktioniert.

Für Wita sollen die Feuerwehrtage drei Ziele erreichen: "Zum einen wollen wir, dass die Leute ein Bild ihrer Feuerwehr mitnehmen und sehen, was wir ehrenamtlich alles machen." Die Tage sollen ein großes Familienfest für die Feuerwehr und die Bevölkerung werden. Außerdem erhoffen sich die Verantwortlichen Nachwuchs für die Feuerwehren. "Die Besucherzahl steht und fällt mit dem Wetter", weiß Schäfer. Aber man rechne mit zirka 20 000 bis 25 000 Gästen.

Die Tatsache, dass sich die Feuerwehren aus dem gesamten Kreis St. Wendel am Bostalsee treffen, mag den ein oder anderen Bürger im ersten Moment verunsichern. Was ist, wenn es an diesen drei Tagen brennt? "Wir werden den Brandschutz natürlich sicherstellen", gibt Schäfer Entwarnung. Es sei eine gemeindeübergreifende Lösung ausgearbeitet worden. Hilfe sei in jedem Fall da. Foto: SZ/HGN

Foto: FFW

"Wir werden den Brandschutz natürlich sicherstellen."

Kreisfeuerwehr-

Sprecher

Dirk Schäfer zur geplanten Einsatzbereitschaft während des Festes am Bostalsee, an dem alle Wehren aus dem Landkreis teilnehmen