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Gute Nachricht für Saar-Handel
Leben in Deutschland billiger als bei Nachbarn

Am teuersten innerhalb der EU ist es demnach für die Dänen.
Am teuersten innerhalb der EU ist es demnach für die Dänen. FOTO: dpa / Arne Dedert
Wiesbaden/Saarbrücken. Das Saarland bleibt für Luxemburger und Franzosen äußerst attraktiv. Das zeigt ein neuer Preisvergleich.

Vor allem für den saarländischen Handel sind das gute Nachrichten: In der direkten Nachbarschaft hinter der Grenze bleibt das Leben teils deutlich teurer, weshalb weiterhin viele Kunden aus Frankreich und Luxemburg zum Einkaufen ins Saarland strömen dürften. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag lag das Preisniveau der privaten Konsumausgaben in Deutschland 2017 zwar um 5,0 Prozent über dem Durchschnitt der 28 EU-Mitgliedstaaten. Bei den meisten direkten Nachbarn waren die Lebenshaltungskosten aber teils deutlich höher. Am teuersten innerhalb der EU ist es demnach für die Dänen. Dort liegt das Preisniveau um 41,5 Prozent über dem Schnitt. Dahinter folgt bereits Luxemburg mit 26,9 Prozent, Frankreich liegt bei 8,8 Prozent.


Auch in den Niederlanden (12,3), Belgien (10,7) und Österreich (8,3 Prozent) müssen die Menschen tiefer in die Tasche greifen. Lediglich in den Nachbarländern Polen und Tschechien waren die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger. Am günstigsten innerhalb der gesamten Union ist es in Bulgarien: Hier müssen die Menschen beim Kauf eines repräsentativen Warenkorbs etwa halb so viel zahlen wie im Durchschnitt aller Mitgliedstaaten. Besonders groß ist die Preisspanne bei Alkohol und Tabak – in erster Linie wegen der unterschiedlichen Besteuerung. Während in Bulgarien Wein, Bier und Zigaretten etwa halb so viel kosten wie im EU-Schnitt, ist Irland (plus 74 Prozent) ein teures Pflaster. Indes schlagen Hotelübernachtungen und Restaurantbesuche besonders spürbar in Dänemark und Schweden aufs Budget durch.

Noch tiefer in die Tasche greifen als im teuren Dänemark müssen Verbraucher jedoch in den europäischen Nicht-EU-Ländern Island und Schweiz. Laut Bankenverband ist für deutsche Urlauber ein Euro in der Schweiz nur etwa 0,71 Cent wert. In Polen dagegen kann man für einen Euro Waren und Dienstleistungen erhalten, die in Deutschland etwa 1,84 Euro kosten würden.