1. Saarland

Launische HSG lässt Trainer verzweifeln

Launische HSG lässt Trainer verzweifeln

Merchweiler. Eigentlich sollte man bei Handball-Saarlandligist HSG Nordsaar nach dem 25:20 (15:8)-Sieg beim TV Merchweiler am Sonntag zufrieden sein. Denn durch die zwei Punkte konnte der Vorsprung von einem Punkt auf den TBS Saarbrücken, der zu Hause knapp mit 34:33 gegen die HSG Dudweiler gewann, gehalten werden

Merchweiler. Eigentlich sollte man bei Handball-Saarlandligist HSG Nordsaar nach dem 25:20 (15:8)-Sieg beim TV Merchweiler am Sonntag zufrieden sein. Denn durch die zwei Punkte konnte der Vorsprung von einem Punkt auf den TBS Saarbrücken, der zu Hause knapp mit 34:33 gegen die HSG Dudweiler gewann, gehalten werden. Doch so wirklich zufrieden war nach dem Spiel in Merchweiler keiner der Beteiligten. "Es war das launische Gesicht der HSG, das die Zuschauer zu sehen bekamen, denn wir waren nicht immer in der Lage, den Abstiegskandidaten von der Spielanlage her zu besiegen", sagt Nordsaar-Kapitän Timo Klein.Trainer Dirk Werkle, der vor Spielbeginn einen Sieg gefordert hatte, der die Aufstiegsambitionen der HSG unter Beweis stellen sollte, musste nach dem Spiel ebenfalls zurückrudern: "Ich hatte zwar nie die Befürchtung, dass wir verlieren würden, aber wir haben uns schon wieder durch eigene Fehler in die Bredouille gebracht." Eben diese individuellen Fehler waren es, die den zur Halbzeit bereits sicher geglaubten Sieg der Gäste noch einmal ins Wanken brachten. In Durchgang eins brauchte die HSG zwar lange, um in Fahrt zu kommen, doch in den letzten zehn Minuten konnte sie durch ein engagiertes Spiel bis auf sieben Tore wegziehen. Doch sogar in dieser wohl besten Phase der HSG war der Trainer nicht ganz zufrieden: "Wir haben auch da viele freie Bälle leichtfertig verworfen und hätten eigentlich mit zwölf Toren führen können." Noch schimmer wurde es nach der Pause. Obwohl der Gastgeber sein Defensivspiel kaum veränderte, gelang Nordsaar in den ersten zwölf Minuten nach Wiederanpfiff kein einziges Tor. Stattdessen schlichen sich wieder die altbekannten Fehler ein. "Anstatt in der Abwehr einen Schritt nach vorne zu machen, haben wir den Schritt nach hinten gemacht und den Gegner immer wieder frei werfen lassen", lamentiert Werkle, der bei seiner Mannschaft mangelnde Einsatzbereitschaft ausmachte. Schnell konnte Merchweiler durch die Geschenke der Nordsaar-Abwehr auf 15:15 ausgleichen. So urplötzlich diese Schwächephase begonnen hatte, so schnell war sie jedoch auch wieder verschwunden. Nach dem Ausgleich der Gastgeber schien sich die Nordsaar wieder gefangen zu haben, der Vorsprung wuchs schnell wieder an, sodass am Ende ein 25:20-Sieg verbucht werden konnte. aml