Laster mit Hilfsgütern rollt wieder Richtung Rumänien

Laster mit Hilfsgütern rollt wieder Richtung Rumänien

Konfeld. Dreimal jährlich setzt sich ein 40-Tonner vom Hochwald aus in Bewegung Richtung Osten, um Möbel, Haushalts- und Elektrogeräte, Fahrräder, Kleidung und Decken nach Rumänien zu bringen. Vor allem in kleineren Dörfern lebt die Bevölkerung in bitterer Armut. Die Ankunft eines Hilfsgütertransportes sorgt jedes Mal für große Freude

Konfeld. Dreimal jährlich setzt sich ein 40-Tonner vom Hochwald aus in Bewegung Richtung Osten, um Möbel, Haushalts- und Elektrogeräte, Fahrräder, Kleidung und Decken nach Rumänien zu bringen. Vor allem in kleineren Dörfern lebt die Bevölkerung in bitterer Armut. Die Ankunft eines Hilfsgütertransportes sorgt jedes Mal für große Freude. Im Hochwald ist die Rumänienhilfe eng mit dem Namen Waltraud Koch verknüpft. Seit Jahrzehnten bereist sie dieses Land, hat dort ein Dutzend Patenkinder und sammelt unermüdlich Sach- und Geldspenden, um der größten Not Einhalt zu gebieten. "Leider fließen die Geldspenden nur noch sehr zögerlich", bedauert die engagierte Frau. Deshalb haben sie und das Ehepaar Rolf und Annemarie Kunze den letzten Transport aus eigener Tasche bezahlt.Die Kunzes arbeiten seit vielen Jahren mit Waltraud Koch zusammen. Oft werden sie angerufen und holen Hilfsgüter in Privathaushalten ab. Gelagert werden die Sachen in einem Raum der Firma Meisterchip. Darüber ist Koch ganz besonders froh, denn früher war ihr eigenes Haus oft mit Säcken und Kisten zugestellt. Der letzte Transport Mitte Mai war für mehrere kleine Ortschaften rings um Periam bestimmt. Am Zielort wandert der Inhalt des Lastwagens zunächst in ein Lager und wird dann vom Bürgermeister gezielt an die ärmsten Familien verteilt. Zur Begeisterung der Empfänger waren auch zehn Kommunionkleider dabei, so dass die zumeist tief gläubigen Menschen dieses Sakrament in einem schönen Rahmen empfangen konnten. "Auch jetzt habe ich wieder eine ganze Kiste mit Kommunionkleidern bekommen", erzählt Kunze. Er dankte den Helfern, die sich zum Beladen des Lasters eingefunden hatten. Es ist gar nicht so einfach, an einem Nachmittag einen 40-Tonner vollzupacken. eil

Damit auch in der zweiten Jahreshälfte wieder ein Transport nach Osten rollen kann, werden Spenden und Hilfsgüter benötigt. Wer etwas dazu beitragen möchte, kann sich mit Waltraud Koch, Tel. (0 68 74) 2 81, oder Rolf Kunze, Tel. (0 68 61) 8 81 17, in Verbindung setzen.

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