1. Saarland

Langzeitstudie über den Baummarder in der Biosphäre

Langzeitstudie über den Baummarder in der Biosphäre

Blieskastel/Kleinblittersdorf. Bereits seit drei Jahren ist der Pirmannswald bei Blieskastel-Bierbach an der Blies eine Hochburg der Marderforschung in Deutschland. Es gibt bei uns zwei Arten von Mardern, den Baummarder und den Steinmarder. Der Baummarder lebt sehr zurückgezogen im Wald. Er steht auf der Roten Liste der weltweit bedrohten Tierarten

Blieskastel/Kleinblittersdorf. Bereits seit drei Jahren ist der Pirmannswald bei Blieskastel-Bierbach an der Blies eine Hochburg der Marderforschung in Deutschland. Es gibt bei uns zwei Arten von Mardern, den Baummarder und den Steinmarder. Der Baummarder lebt sehr zurückgezogen im Wald. Er steht auf der Roten Liste der weltweit bedrohten Tierarten.In Langzeitstudien soll nun untersucht werden, wie der Baummarder sich vermehrt, wohin er wandert und wie sich die Jungtiere verhalten. Die Untersuchung der Tiere im Pirmannswald erfolgt mittels Radiotelemetrie- und Fang-/Wiederfangstudien, teilt die Biosphärenregion mit. Herbert Carius ist dafür unermüdlich Tag und Nacht unterwegs. Das Untersuchungsgebiet liegt im Südosten des Saarlandes im Saarpfalzkreis und gehört zur Stadt Blieskastel. Ein Drittel des Gebietes ist Kernzone des Biosphärenreservates und stellt damit eine absolute Schutz- und Ruhezone für die Tiere dar. Zum Biosphärenreservat gehört auch die Gemeinde Kleinblittersdorf. Baummarder leben überwiegend im Wald, gelegentlich dringen sie aber auch in bewohnte Gebiete vor. Baummarder sind dämmerungs- und nachaktive Tiere. Sie benutzen verschiedene Tagesverstecke, die regelmäßig gewechselt werden.

Wer mehr über den Marder wissen will, über seinen Lebensraum, seine Verbreitung und über den Verlauf der Langzeitstudien ist zum Vortrag der Diplom-Biogeografin Katharina Angne eingeladen. Sie spricht am Samstag, 12. März, um 16 Uhr in Blieskastel-Lautzkirchen im Turnerheim. red

Anmeldung zu dem Vortrag bei Dorothea Patsch, Tel. (0 68 42) 9 61 00 09. Kosten für Erwachsene drei Euro, für Kinder ein Euro.