Langsam mit den jungen Pferden

Langsam mit den jungen Pferden

Langsam mit den jungen Pferden Ein Körper verharrt bekanntlich im Zustand der Ruhe, solange keine äußere Kraft auf ihn wirkt. Das Trägheitsgesetz ist Fakt. Masse bewegt sich nur, wenn man sie anstupst - am besten unter Zuführung von ganz viel Energie. Die muss man ja erst mal aufbringen. Brennstoffe braucht's da als Antriebshilfe

Langsam mit den jungen Pferden

Ein Körper verharrt bekanntlich im Zustand der Ruhe, solange keine äußere Kraft auf ihn wirkt. Das Trägheitsgesetz ist Fakt. Masse bewegt sich nur, wenn man sie anstupst - am besten unter Zuführung von ganz viel Energie. Die muss man ja erst mal aufbringen. Brennstoffe braucht's da als Antriebshilfe. Wie Tee, Brötchen, Kuchen und der schmackhaften Sachen mehr. Der Weg zum Kühlschrank ist meist keine allzu große Herausforderung. Gelegentliche Aufnahme nötiger Nahrungsmittel funktioniert also reibungslos. Doch in der düsteren Jahreszeit wäre sporadisches Joggen mal wieder eine empfehlenswerte Devise. Man ahnt ja, was auf die labile Konstitution zukommt mit den Backwerkbergen winterlicher Feiertage. Also raus und durchs Viertel gerannt, das macht munter. Doch bedenke: wie viele Brennstoffe müssen verschwendet werden, nur um sich zwei Stunden später zum Joggen aufzumachen? Da ist's angebracht, nach dem Sinn zu fragen. Ich grüble. Kann ich ja gleich statt einer Stulle nur einen Keks futtern und mich mit packender Lektüre auf die Couch verziehen. Das ist ökonomisch, geräuscharm und trägt nicht zu stark zur Erderwärmung bei. Es schont die Sportschuhsohlen, der Abnutzungsgrad der Joggingklamotten bleibt konstant. Auch die Waschmaschine muss nicht sofort angeworfen werden. Selbst zum Duschen reichen zwei Minuten weniger. Also, geht doch, mit ruhigem Gewissen als gutem Ruhekissen auf dem Sofa lümmeln. Oder ist das jetzt wieder eine Milchmädchen-Rechnung?

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