1. Saarland

Langer Weg nach Berlin

Langer Weg nach Berlin

In einem Jahr ist längst vorbei, was am Ende dieser Woche zumindest aus sozialdemokratischer Sicht auf den Weg gebracht wird: Diesen Samstag trifft sich die Kreis-SPD in der Niederbexbacher Bliestalhalle, um die Weichen in Richtung Berlin zu stellen. Und ins Homburger Forum auch, in den Trakt der Kreisverwaltung

In einem Jahr ist längst vorbei, was am Ende dieser Woche zumindest aus sozialdemokratischer Sicht auf den Weg gebracht wird: Diesen Samstag trifft sich die Kreis-SPD in der Niederbexbacher Bliestalhalle, um die Weichen in Richtung Berlin zu stellen. Und ins Homburger Forum auch, in den Trakt der Kreisverwaltung. Dieser eigentlich kürzere Weg ist viel länger: Die Bundestagswahl ist im kommenden Jahr, die des Landrats und damit Clemens-Lindemann-Nachfolgers, also die Kommunalwahl, erst im Frühjahr 2014. Auf den Namen Lindemann trifft man auch beim kurzen langen Weg: Für die Saarpfalz-SPD wollen sich nämlich zwei Kandidaten um das Bundestags-Mandat für den Wahlkreis 299 bewerben: Michael Clivot und David Lindemann. Viele hat überrascht, dass der Ex-Juso-Landeschef Clivot seinen Hut in den Ring geworfen hat. Konkurrenz belebt das Geschäft und interessanter wird die Veranstaltung an diesem Samstag dadurch allemal. Am Nachmittag werden wir wissen, wer sich mit CDU-Mann Alexander Funk ums Berliner Büro streiten wird. Der sitzt darin und würde natürlich gerne da sitzen bleiben.Deswegen interessiert ihn auch die zweite Nominierung des Tages in der Bliestalhalle erstmal nur am Rande: Der promovierte Jurist Theophil Gallo soll für die Sozialdemokraten in die großen Schuhe der Landrat-Legende Lindemann schlüpfen und dürfte, das ist kein Geheimnis, in der Bliestalhalle mit einem entsprechenden Ergebnis dafür ausgestattet werden. Der Ur-Bexbacher, sein Elternhaus stand dort, wo heute das Kraftwerk steht, wird noch ein Weilchen warten müssen, bis sein Unions-Kontrahent einen Namen trägt: Erst in etwa einem Jahr will sich die CDU erklären. Begründung: Dann sei immer noch Zeit genug bis zur Kommunalwahl im Frühjahr. Mindestens ein Argument gibt es sicher noch: Ein zu langer Wahlkampf birgt die Gefahr der Abnutzung in sich. Gibt's noch ein Argument für die späte Bekanntgabe . . .? Wenn, dann erst nach der Bundestagswahl.