Freisprechungsfeier der Landwirtschaftskammer im Saarland Gärtner, Forstwirt oder Pferdewirt – „Grüne Berufe“ sind gefragt

Heusweiler · Die Landwirtschaftskammer des Saarlandes zog bei der Freisprechungsfeier eine positive Bilanz: 81 junge Leute machten ihren Abschluss. Mit Blick auf den auch im Saarland herrschenden Fachkräftemangel ist ihre Qualifikation gefragt.

Als Beste ihrer Berufsgruppen wurden  (v.l.) Janik Braß, Landwirt, Emily Fuchs, Gärtnerin im Produktionsgartenbau, Niklas Stoll, Gärtner im Garten- und Landschaftsbau, sowie Vanessa Körner, Pferdewirtin, ausgezeichnet. Ganz links Kammer-Vizepräsidentin Theresia Croon.

Als Beste ihrer Berufsgruppen wurden (v.l.) Janik Braß, Landwirt, Emily Fuchs, Gärtnerin im Produktionsgartenbau, Niklas Stoll, Gärtner im Garten- und Landschaftsbau, sowie Vanessa Körner, Pferdewirtin, ausgezeichnet. Ganz links Kammer-Vizepräsidentin Theresia Croon.

Foto: Ruppenthal

Die „grünen Berufe“ – Landwirt, Gärtner, Forstwirt, Pferdewirt, Winzer – sind wieder im Kommen. Das sagte Umwelt-Staatssekretär Sebastian Thul bei der Freisprechungsfeier der Landwirtschaftskammer des Saarlandes in der Heusweiler Kulturhalle mit Verweis auf die bundesweit steigenden Zahlen. Das könne jedoch nicht über den auch hier im Saarland herrschenden Fachkräftemangel hinwegtäuschen. Qualifikation sei gefragt. Sebastian Thul und Kammerdirektor Robert Zimmer sehen aber darin auch eine Chance, denn der Arbeitsmarkt warte auf engagierte Arbeitskräfte.

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Landwirtschaftskammer zog eine positive Bilanz bei „grünen Berufen“

Bei der Freisprechungsfeier zog die Landwirtschaftskammer eine positive Bilanz. 81 junge Menschen haben die Sommerprüfungen erfolgreich geschafft und freuen sich über ihren Berufsabschluss, erklärte Theresia Croon, die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer und des Bauernverbandes beim Auftakt.

 Frischgebackene Meister: Mit der besten Gesamtnote schlossen (v.l.) Niclas Weiland, Lisa Stepien und Marius Monzel die Meisterprüfung ab.

Frischgebackene Meister: Mit der besten Gesamtnote schlossen (v.l.) Niclas Weiland, Lisa Stepien und Marius Monzel die Meisterprüfung ab.

Foto: Ruppenthal

Im Einzelnen sind dies 25 Gärtner der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau, zehn Gärtner in den Fachrichtungen Zierpflanzenbau, Baumschule, Gemüsebau und Friedhofsgärtnerei, sechs Landwirte, zwölf Pferdewirte aus den Fachrichtungen Haltung und Service sowie in der Fachrichtung Spezialreitweisen, zwei Winzer, fünf Forstwirte, 20 Helfer im Gartenbau sowie eine Helferin in der Pferdewirtschaft.

Landesbeste wurden ausgezeichnet

Als Bester aus der Berufsgruppe der Gärtner – Garten- und Landschaftsbau – wurde Niklas Stoll vom Ausbildungsbetrieb Garten- und Landschaftsbau Daniela Moser ausgezeichnet. Bei den Gärtnern des Fachbereichs Produktionsgartenbau war dies Emily Fuchs vom Ausbildungsbetrieb Leick Baumschulen in Merzig. Bester Landwirt war Janik Braß vom Ausbildungsbetrieb Hofgut Neumühle. Bei den Pferdewirten rangierte Vanessa Körner vom Ausbildungsbetrieb Heike Körner, Altstadt, ganz vorne.

Die neuen Meister sind auch als Ausbilder gefragt

Den Meisterbrief erhielten 17 junge Gärtnermeisterinnen und Gärtnermeister in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Die beste Gesamtnote erzielten Marius Monzel, Lisa Stepien und Niclas Weiland. Sie haben zwei Wintersemester berufsbegleitend den Vorbereitungskurs der Landwirtschaftskammer besucht und neben einem anstrengenden Berufsalltag auch viele Stunden für Fachkunde, Betriebswirtschaft , Recht und Pädagogik gelernt. Wie Theresia Croon betonte, sind die neuen Meister auf dem Arbeitsmarkt unter anderem auch als Ausbilder gefragt. Der Berufsstand brauche diese Fachkräfte.

„Auch die Ausbildungsbetriebe im Gartenbau, der Land- und Pferdewirtschaft haben Schwierigkeiten,“ so Croon, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. So können im Saarland die Berufsbilder Gärtner/in, Landwirt/in, Pferdewirt/in, Forstwirt/in und Winzer/in ausgebildet werden. Auch jetzt könnten Spätentschlossene noch in die Ausbildung einsteigen.

Kammer wirbt für die „grünen Berufe“

Die Landwirtschaftskammer unterstützt zudem interessierte Schüler bei der Suche nach Ausbildungs- und Praktikumsplätzen. Zudem wirbt die Kammer in den Schulen und auf Ausbildungsmessen frühzeitig für die „grünen Berufe“ und informiert über die Anforderungen. „Wer praktisch interessiert ist, mit und für die Natur arbeiten möchte, ist in einem grünen Beruf genau richtig“, erklärte Theresia Croon gegenüber der SZ. Nach ihren Worten sind die „grünen Berufe“ abwechslungsreich und anspruchsvoll. Sie beinhalten die Themenfelder Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Tier- und Umweltschutz, Klima und Nachhaltigkeit.

Ein weiterer Höhepunkt der Feierstunde bildete die Verleihung der goldenen Meisterbriefe an die Gärtner Klaus-Dieter Commercon, Furpach, Karlheinz Flach, Dillingen, Bernhard Folz, Breitenbach, Friedrich Hettrich, Saarbrücken, Siegfried Kottke, Kohlhof, Peter Lauer, St. Ingbert, und Willibald Stolz, Mandelbachtal.

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