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Saarland: Gewerkschaft kritisiert fehlende FFP2-Masken in Kitas

Besserer Schutz gefordert : Gewerkschaft kritisiert fehlende FFP2-Masken in Kitas

Ganze Kitas werden geschlossen. Jeden Tag infizieren sich Kinder und Jugendliche mit dem Coronavirus. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft im Saarland (GEW) fordert deshalb die Politik zum handeln auf.

Der Landesverband Saarland der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW fordert Anpassungen beim Infektionsschutzgesetz in Kitas und Schulen. Wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte, fehle es laut einer Umfrage unter Beschäftigten in Kitas demnach in einigen Einrichtungen an FFP2-Masken. Die Gewerkschaft kritisiert zudem die geplante Priorisierung von PCR-Tests durch Bund und Länder

PCR-Tests sollen wegen der hohen Corona-Infektionszahlen und begrenzter Laborkapazitäten künftig voraussichtlich vorrangig bei Menschen aus Risikogruppen und Beschäftigten, die diese betreuen und behandeln, eingesetzt werden. Ab wann das gelten soll und wie es konkret ausgestaltet wird, ist aber noch offen. Nach aktuell geltender Testverordnung hat noch jeder mit einem positiven Schnelltest – auch Selbsttest – Anspruch auf eine PCR-Nachtestung.

Laut GEW sei diese Priorisierung „grobfahrlässig“, da beispielsweise die Inzidenz bei den 5-14-Jährigen im Regionalverband Saarbrücken bei knapp 3.000 liege und zunehmend auch Personal von Quarantäne-Anordnungen betroffen sei. Was zu einer Durchmischung von Klassen und Gruppen führe und Kontaktverfolgung erschwere.

Deshalb fordert die Gewerkschaft kleine und geschlossene Kohorten, mehr Schutzausrüstung für die Beschäftigten und die Möglichkeit zur Freitestung aus der Quarantäne.