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Koalition für Vorschlag der Linken
Kommission soll Digitalisierung untersuchen

Jochen Flackus von der Linken hatte seit Juli für die neue Kommission geworben.
Jochen Flackus von der Linken hatte seit Juli für die neue Kommission geworben. FOTO: dpa / Oliver Dietze
Saarbrücken. Eine Enquêtekommission des saarländischen Landtags soll in den kommenden Monaten die Chancen und Risiken der Digitalisierung im Land untersuchen.

Die zunächst von der Linksfraktion vorgeschlagene Kommission wurde am Mittwoch auch von den Regierungsfraktionen CDU und SPD befürwortet. In der Kommission sollen auch Fachleute mitarbeiten, die nicht dem Landtag angehören.


Zu den Themen gehören neben den Auswirkungen auf einzelne Lebensbereiche auch die wirtschaftlichen und sozialen Aspekte der Digitalisierung.

Es gehe um die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Landes, sagte Jochen Flackus (Linke). „Und wir müssen dafür sorgen, dass der Weg in die digitale Gesellschaft Akzeptanz in der Bevölkerung findet“, sagte er. Die Autoindustrie werde sich besonders stark verändern: „Wir sind also in der Herzkammer der saarländischen Industriepolitik.“ Er erwarte „dramatische Auswirkungen auf die Beschäftigung“.



„Technische Umbrüche haben noch nie zu massenhafter Arbeitslosigkeit geführt“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Alexander Funk. Mit der Einsetzung der Kommission wolle man einen gesellschaftlichen Diskurs beginnen.

Die Digitalisierung sei schon in vollem Gang, sagte Petra Berg (SPD): „Aber es ist unsere Aufgabe, darauf zu achten, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt.“

(dpa)