1. Saarland

Landstraßen wegen Krötenwanderung gesperrt

Landstraßen wegen Krötenwanderung gesperrt

Saarbrücken. Aufgrund der einsetzenden Krötenwanderung hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) in Abstimmung mit dem Naturschutzbund (Nabu) die L 127 zwischen Saarbrücken-Rußhütte und dem Steinbachtal sowie einen Teilabschnitt der L 170 zwischen Rehlingen und Wallerfangen gesperrt

Saarbrücken. Aufgrund der einsetzenden Krötenwanderung hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) in Abstimmung mit dem Naturschutzbund (Nabu) die L 127 zwischen Saarbrücken-Rußhütte und dem Steinbachtal sowie einen Teilabschnitt der L 170 zwischen Rehlingen und Wallerfangen gesperrt. Zum Schutz der Tiere sollen darüber hinaus an weiteren Straßenabschnitten im Land vorübergehend Geschwindigkeitsbeschränkungen gelten.Der Saarforst stellt zudem im Auftrag des LfS rund 14 000 Meter Amphibienschutzzäune entlang vieler Straßen auf. Die Zäune leiten die Tiere in Sammelbehälter. Freiwillige vom Nabu transportieren dann die Kröten in Sammelboxen auf die andere Straßenseite. Dies muss mehrmals am Tag geschehen, damit die zuunterst in den Boxen sitzenden Tiere nicht von ihren Artgenossen erdrückt werden. Doch für die Arbeit fehlen mancherorts Freiwillige. "Es wird immer mehr bemerkbar, dass die Leute aus Altersgründen nicht mehr mitmachen", sagt Daniel Dörr vom Nabu der SZ.

Bereits die Druckwelle eines 30 Kilometer pro Stunde schnellen Autos kann die empfindlichen Amphibien töten, erklärt Paul Biehl vom Saarforst. Das heißt, selbst ohne Reifenkontakt sterben die Tiere, weil sie durch die Sogwirkung Lungenverletzungen erleiden. Infolge des für die kommenden Tage angekündigten schlechten Wetters kann die Krötenwanderung noch einige Zeit dauern. "Bei Frost unterbrechen die Tiere die Wanderung und graben sich wieder ein", erklärt Wega Kling vom Nabu. adr