1. Saarland

Landgericht spricht pensionierten Kripobeamten frei

Landgericht spricht pensionierten Kripobeamten frei

Saarbrücken. Eine Berufungskammer des Landgerichts hat gestern einen 57-jährigen pensionierten Kriminalbeamten vom Vorwurf der falschen Verdächtigung freigesprochen. Er war in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt worden. In der Berufungsverhandlung forderte der Staatsanwalt jetzt 50 Tagessätze zu 65 Euro, also 3250 Euro. Der Angeklagte war Kriminalhauptkommissar

Saarbrücken. Eine Berufungskammer des Landgerichts hat gestern einen 57-jährigen pensionierten Kriminalbeamten vom Vorwurf der falschen Verdächtigung freigesprochen. Er war in erster Instanz zu einer Geldstrafe von 2400 Euro verurteilt worden. In der Berufungsverhandlung forderte der Staatsanwalt jetzt 50 Tagessätze zu 65 Euro, also 3250 Euro. Der Angeklagte war Kriminalhauptkommissar. Er hatte im Zusammenhang mit dem Pascal-Prozess Vorwürfe der Schlamperei gegen Vorgesetzte und Kollegen sowie die Ex-Innenministerin erhoben. Die Saarbrücker Zeitung berichtete darüber. Der Beamte sah sich aber in ein schlechtes Licht gerückt. Er sei als psychisch krank dargestellt worden. Er erstattete deshalb Strafanzeige, behauptete darin, der Redakteur habe ihm erzählt, diese Information komme vom Pressesprecher der Polizei. Aber sowohl der Journalist als auch der Pressesprecher dementierten dies ausdrücklich. So fand sich der Beamte selbst wegen dem Vorwurf falscher Verdächtigung auf der Anklagebank. Das Landgericht hob das Urteil des Amtsgerichtes auf. Es sei kein Nachweis gelungen, dass die Betroffenen wider besseres Wissen falsch verdächtigt wurden. Es stehe fest, das in einem Gespräch zwischen dem Angeklagten und dem Redakteur der Name des Pressesprechers gefallen sei. Dadurch sei es wohl zu dem Missverständnis gekommen, alle Informationen stammten aus dem Hause der Polizei. jht