Wie viele Autounfälle junge Franzosen im Saarland verursachen

Kostenpflichtiger Inhalt: Unfallstatistik : Wie viele Autounfälle junge Franzosen im Saarland verursachen

Im Saarland gehen die meisten Autounfälle auf das Konto junger Fahrer. Welchen Anteil hat der Grenzverkehr?

Das Auto zerschellte an einem Baum. Den Motorblock fanden Polizisten in einem Feld. Dreißig Meter entfernt. Ein 25-jähriger Franzose war an diesem Morgen im Mai 2018 auf der B 51 bei Hanweiler in den Gegenverkehr geraten, dann von der Fahrbahn abgekommen. Er starb an der Unfallstelle. Die Polizei vermutet, dass der Mann zu schnell unterwegs war. Ein trauriges Beispiel von vielen.

Überall in der Großregion verursachen junge Fahrer viele Unfälle. Deshalb konzentrierte sich die Polizei am vergangenen Dienstag bei einer Großkontrolle am Grenzübergang an der Goldenen Bremm auch auf diese Risikogruppe (wir berichteten). Im Saarland lösten 18- bis 34-Jährige im vergangenen Jahr insgesamt 1220 von 2806 Crashs mit Personenschaden aus – also 43 Prozent. Das geht aus der Polizeilichen Verkehrsunfallstatistik hervor. Welchen Anteil hat der Grenzverkehr?

Junge Fahrer waren ein Schwerpunkt der Großkontrolle der Polizei an der Goldenen Bremm in Saarbrücken in dieser Woche. Foto: BeckerBredel

In der Altersgruppe zwischen 18 und 34 Jahren erfasste die Polizei insgesamt 37 Franzosen als Unfallverursacher. Ein Anteil von drei Prozent. Daneben zählten die Behörden acht Luxemburger. Das erklärte das Saar-Innenministerium auf Anfrage unserer Zeitung. Ob das die tatsächlichen Zahlen sind, kann das Ministerium nicht sagen. Die Staatsangehörigkeit von Unfallfahrern werde durch die Polizei zwar in der Regel statistisch erfasst, hieß es. Die Beamten müssen den Pass des Fahrers aber nicht notieren. Und wie sieht es mit Rheinland-Pfalz aus? Das ist unklar. Angaben zum Wohnsitz der Unfallfahrer konnte das Ministerium nicht machen.

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