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Werkstatt der Gruppe "Kunterbund" erhält Dankschreiben aus Kanzleramt

26 000 Euro von Näherinnen gespendet : Merkels Maske aus Walpershofen

  Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (beide CDU) tragen jetzt Corona-Mund-Nasen-Schutzmasken aus Riegelsberg-Walpershofen.

Die Masken mit dem Bundesadler haben 22 Frauen der Näh-Werkstatt der Gruppe „Kunterbund“ des katholischen Kirchbauvereins Walpershofen hergestellt. „Wir haben sogar ein Dankschreiben vom Kanzleramt erhalten“, sagte Susanne Himbert, „Kunterbund“-Sprecherin, der SZ. Darin habe sich Merkel nicht nur für die Masken bedankt, sondern „in erster Linie für die geleistete ehrenamtliche Arbeit“.

Seit dem Jahr 2000 sind die Näherinnen in Walpershofen nach eigenen Angaben aktiv. Dort seien regelmäßig Frauen dabei, Infusionstaschen für die Kinderkrebs-Station der Uniklinik, Demenzdecken oder Katheterhüllen zu fertigen. Seit dem Beginn der Corona-Krise haben die ehrenamtlich arbeitenden „Kunterbund“-Frauen zig tausende Masken gefertigt. Im Frühjahr, als Masken schwer zu beschaffen waren, haben die Näherinnen demnach 1500 Masken für die Knappschaftsklinik Püttlingen, die SHG-Klinik Völklingen, die Caritas-Klinik Saarbrücken und das Paul-Marien-Hospiz hergestellt. Auch an Obdachlosen-Einrichtungen und Kinderheime seien Masken gegangen. Da Privatleute und Firmen die Masken gegen einen Unkostenbeitrag erwerben könnten, habe „Kunterbund“ 13 000 Euro eingenommen. Dieser Betrag sei mit weiteren 13 000 Euro aus einer früheren Spendensammlung an 19 Wohlfahrtseinrichtungen wie Tafeln oder Ärzte ohne Grenzen gespendet worden, hieß es.