Anschlag mit Handgranate Wer gab den Auftrag zum Angriff auf die Shisha-Bar in Saarbrücken?

Saarbrücken · Vor vier Jahren explodierte im Eingang einer Sisha-Bar in Saarbrücken eine Handgranate. Ein Mitglied der „BC Osmanen Germany“ soll sie dort deponiert haben. Angeblich im Auftrag des Präsidenten des Saar-Ablegers der damals bundesweit aktiven rockerähnlichen Gruppierung. Aber stimmt das?

 Vor dem Landgericht Saarbrücken soll geklärt werden, wer den Angriff mit einer Handgranate auf eine Shisha-Bar befohlen hat.

Vor dem Landgericht Saarbrücken soll geklärt werden, wer den Angriff mit einer Handgranate auf eine Shisha-Bar befohlen hat.

Foto: BeckerBredel

Wegen Anstiftung zum versuchten Mord und Anstiftung zum Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, wegen Drogenhandels und wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz muss sich ein 31 Jahre alter Mann aus dem östlichen Saarland vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Der gebürtige Kongolese war vor rund vier Jahren Präsident der saarländischen Untergruppe der damals europaweit aktiven, rockerähnlichen Gruppierung „BC Osmanen Germany“. In dieser Eigenschaft soll er im August 2016 nach einem Angriff kurdisch-stämmiger Mitglieder der Konkurrenz-Gruppe „Bahoz“ auf ein Mitglied der Osmanen in Saarbrücken-Dudweiler eine Vergeltungsaktion veranlasst haben. Zwei Tage später, am frühen Morgen des 3. August 2016 gegen 3.38 Uhr, explodierte im Eingangsbereich einer von den „Bahoz“ regelmäßig besuchten Sisha-Bar eine Handgranate jugoslawischer Bauart. Verletzt wurde zum Glück niemand, es entstand aber erheblicher Sachschaden.