Wer bekommt den Chefsessel im Saarbrücker Schloss?

Wahl im Regionalverband : Wer bekommt den Chefsessel im Saarbrücker Schloss?

Ralph Schmidt (CDU) will Peter Gillo (SPD) als Regionalverbandsdirektor ablösen. Nirgendwo im Saarland sind die sozialen Probleme größer.

„Dranbleiben!“ Das ist die Botschaft von Peter Gillo (SPD) im Wahlkampf um den Chefsessel im Saarbrücker Schloss. Dort amtiert er seit zehn Jahren als Regionalverbandsdirektor. Und das will er weiter tun. Mit „Dranbleiben!“ meint Gillo nicht nur den eigenen Posten. Es gehe darum, Projekte weiterzuführen. So sei zwar der „Ausbau der Kinderbetreuung im vollen Gange“, es gebe aber noch viel Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen. Auch „beim Ausbau der Ganztagsschulen gilt es dranzubleiben“, sagt Gillo. Und bei der Digitalisierung der Schulen ebenfalls.

Eine der größten Herausforderungen, vor denen der Regionalverband steht, ist aber die Sozial- und Jugendhilfe. Rund 330 000 Menschen leben im Regionalverband, also ein Drittel der saarländischen Bevölkerung. Und nirgendwo im Saarland sind die sozialen Probleme größer und die Arbeitslosigkeit höher als im Ballungsraum, zu dem neben der Landeshauptstadt Saarbrücken die Städte Völklingen, Püttlingen, Sulzbach und Friedrichsthal sowie die Gemeinden Kleinblittersdorf, Großrosseln, Riegelsberg, Heusweiler und Quierschied gehören.

Auch in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik gelte es deshalb dranzubleiben, sagt Gillo. So gut war die bisher gar nicht, findet Gillos Gegenkandidat Ralph Schmidt von der CDU. Der Diplom-Ingenieur und Architekt, der als Geschäftsführer der Arge Solar arbeitet, will unter anderem eine bessere Wirtschaftsförderung, Familien stärken, „die Chancen der Digitalisierung nutzen“ und ein „Leitbild“ sowie mehr Klimaschutz.

Peter Gillo (SPD) will Regionalverbandsdirektor bleiben. Foto: Regionalverband/Iris Maurer. Foto: Regionalverband/Iris Maurer/[iris_maurer]

Als dritter Kandidat geht Otfried Best von der NPD ins Rennen.

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