Gehaltsdeckel und Dreier-Spitze Diese Bundesländer übernehmen vom Saarland umstrittene Pläne für Rundfunk-Reform

Saarbrücken · Im Saarland schlägt das geplante SR-Gesetz hohe Wellen. Insbesondere dass der Intendant den Sender künftig nicht mehr allein leiten soll, sondern eine Dreier-Spitze, ist umstritten. Nun planen zwei weitere Bundesländer das gleiche Modell.

 Andere Bundesländer wollen sich bei der Überarbeitung ihrer Mediengesetze am Saarland orientieren.

Andere Bundesländer wollen sich bei der Überarbeitung ihrer Mediengesetze am Saarland orientieren.

Foto: BeckerBredel

Die ersten Bundesländer wollen sich bei der Überarbeitung ihres Mediengesetzes an Plänen des Saarlandes orientieren. Die Landesregierungen Berlins (CDU, SPD) und Brandenburgs (SPD, CDU, Grüne) planen einen neuen Staatsvertrag für den krisengeplagten Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), der einen Gehaltsdeckel für den Intendanten und an der Spitze ein dreiköpfiges Kollegialorgan aus Intendant und zwei Direktoren vorsieht. „Die Zeit der Sonnenkönigin ist vorbei“, zitierte der Tagesspiegel Brandenburgs Medienstaatssekretär Benjamin Grimm (SPD), womit die RBB-Intendantin gemeint ist.