1. Saarland
  2. Landespolitik

Weiter Streit nach Sitzung der Saarlouiser Grünen

Trotz Corona getagt : Weiter Ärger über Sitzung der Saarlouiser Grünen

Nach einer Präsenzsitzung der Saarlouiser Grünen am 22. Februar mussten rund 20 Teilnehmer in Quarantäne, da ein Teilnehmer der Veranstaltung im Theater am Ring positiv auf Corona getestet wurde (wir berichteten).

Warum hat die Stadtverwaltung diese Veranstaltung überhaupt zugelassen? Saarlouis’ Oberbürgermeister Peter Demmer (SPD) bedauerte am Donnerstag, dass es zu dem Vorfall gekommen ist. Seine Verwaltung habe die Veranstaltung erlaubt, da sie „als Fraktionssitzung beantragt“ gewesen sei. Da die Grünen-Fraktion im Stadtrat nur acht Mitglieder habe, hätte seine Verwaltung keine Einwände erhoben, teilte Demmer mit. Der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Hakan Gündüz, bezeichnete das Treffen als unverantwortlich und skandalös. „Es kann nicht sein, dass wir alles dafür tun, um an einer Öffnungsperspektive zu arbeiten, die Grünen in Saarlouis aber mit ihrem unverantwortlichen Handeln die Inzidenzzahlen in die Höhe treiben.“ Und: „Ich finde, dass es ein Skandal ist, Parteiveranstaltungen als Fraktionssitzung zu tarnen. Soll jetzt der Steuerzahler für grüne Parteiveranstaltungen die Zeche zahlen?“