Saar-Umweltministerium Warum das Saarland für neue Kampagne mit Dachs „RiWa“ 100 000 Euro ausgibt

Saarbrücken · Das saarländische Umweltministerium hat eine neue Kampagne mit Dachs „RiWa“ gestartet. Was dahinter steckt.

 Kampagnen-Maskottchen „RiWa“, ein Dachs, soll die Menschen ermutigen, sich mit der Natur zu verbinden.

Kampagnen-Maskottchen „RiWa“, ein Dachs, soll die Menschen ermutigen, sich mit der Natur zu verbinden.

Foto: BeckerBredel

Die Saarländerinnen und Saarländer dahingehend zu sensibilisieren, den Wald als Lebensraum und Heimat von Tieren, Pflanzen und Menschen zu schützen – darum geht es in der neu aufgelegten Kampagne „Respekt im Wald“ des Saar-Umweltministeriums. „Müll, Lärm und rücksichtsloses Verhalten stören das Ziel einer nachhaltigen und gemeinsamen Nutzung des Waldes. Erst wenn wir alle mit mehr Achtsamkeit und Respekt unterwegs sind, wird eine gemeinsame Waldnutzung im Sinne aller Interessen möglich sein“, sagte Saarlands Umweltministerin Petra Berg (SPD) am Dienstag bei der Präsentation der Kampagne.

Maskottchen der Kampagne ist Dachs „RiWa“

Auf humorvolle Art, mit Wimmelbildern und ohne den Zeigefinger erheben zu wollen, plant das Ministerium monatliche Schwerpunkte zum Thema aufzugreifen, erklärte Berg. Zum Auftakt der Kampagne wird über die zunehmende Verschmutzung durch illegal abgelegten Müll und dessen Folgen informiert. Laut Berg kostet die Entsorgung dessen das Land jährlich 600 000 Euro. Seit Sommer 2023 sei das Bußgeld für Müllsünder im Wald erhöht worden. Für das Hinterlassen von Zigarettenkippen oder Hausmüll fallen nun Sanktionen zwischen 50 und 200 Euro an. Zuvor lag die Spanne zwischen 10 und 100 Euro, so die Ministerin.

Fotos: Giftspinne, Riesenzecke, Schlangen und Co. im Saarland und der Großregion​
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Giftspinnen, Riesenzecken, Schlangen und Co. breiten sich im Saarland und in der Großregion aus

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Foto: Jürgen Peter/SZ

Kampagne kostet Saarland 100 000 Euro

Außerdem sollen Waldbesucher an Parkplätzen und im Internet zum Beispiel über das korrekte Verhalten während der Brut- und Setzzeit oder über lauernde Gefahren, wie Astbrüche, in Folge von Dürreperioden aufgeklärt werden. Zu Beginn der Fahrradsaison soll auch die Co-Existens von Radfahrern und anderen Waldnutzern in den Blick genommen werden.

Das Maskottchen der Kampagne ist ein Dachs namens „RiWa“ (Abkürzung für Respekt im Wald). Dieser stehe als Symbol für Erdung und soll die Menschen ermutigen, sich mit der Natur zu verbinden, erklärte Berg. Die Kosten für die ein Jahr andauernde Kampagne belaufen sich nach Angaben des Umweltministeriums auf 100 000 Euro.

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