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Verkehrsministerium verlängert ÖPNV-Rettungsschirm im Saarland

Mehr Busse - weniger Infektionen : Verkehrsministerium zahlt weiter für Schulbusse

Die saarländischen Verkehrsbetriebe sollen weiterhin finanzielle Hilfen erhalten. Die Landesregierung halte den ÖPNV-Rettungsschirm entsprechend bis zum Sommer aufgespannt, teilte Wirtschafts- und Verkehrsministerin Anke Rehlinger (SPD) im Anschluss an die Ministerratssitzung am Dienstag mit.

Die im Schülerbusverkehr zusätzlich eingesetzten Busse sollen ebenfalls beibehalten werden. „Aufgrund der aktuellen Infektionslage müssen wir davon ausgehen, dass die Fahrgastzahlen niedrig bleiben“, sagte Rehlinger. Der ÖPNV sei aber Teil der Daseinsfürsorge, gleichzeitig spiele er eine wichtige Rolle, „um unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Daher ist es richtig und wichtig, dem ÖPNV weiterhin unter die Arme zu greifen und Erlösausfälle zu kompensieren“, sagte Rehlinger. Da die Fahrgastzahlen noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau liegen würden, wird die „Richtlinie Corona-Billigkeitsleistung ÖPNV“ bis zum 30. Juni verlängert. Ziel sei es, das volle Verkehrsangebot im ÖPNV aufrechtzuerhalten. Dafür stellt das Land weitere 5,5 Millionen Euro bereit.

Auch die zusätzlichen Schulbusse werden laut Mitteilung vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr weiterhin mit einem Zuschuss in Höhe von 100 Prozent finanziert. Dadurch soll der Infektionsschutz im Schülerbusverkehr weiterhin verbessert werden. „Mehr Busse bedeuten auch weniger Fahrgäste im selben Bus. Dadurch senken wir das Infektionsrisiko im ÖPNV. Deshalb fördern wir auch weiterhin die Verstärkerfahrten im Schülerverkehr“, erklärte die Ministerin.

Die „Richtlinie Corona-Schülerverkehr“ wird laut Rehlinger bis zu den Sommerferien verlängert. Die Verlängerung wird das Land voraussichtlich weitere 2,3 Millionen Euro kosten, sofern Corona den Schulbetrieb mindestens im Wechselbetrieb zulässt.