Krieg in der Ukraine Rehlinger ruft Schröder zur Niederlegung seiner Geschäftsmandate auf

Im Zuge der andauernden russischen Invasion in die Ukraine hat Anke Rehlinger (SPD) den Altkanzler Gerhard Schröder dazu aufgefordert, seine Mandate niederzulegen. Schröder sei „ein Lobbyist, bezahlt von einem unberechenbaren Aggressor“, kritisierte Rehlinger auf Twitter.

Verbindung zu Russland: Rehlinger ruft Schröder dazu auf, seine Mandate niederzulegen
Foto: BeckerBredel

Die Spitzenkandidatin der Saar-SPD für die Landtagswahl, Anke Rehlinger, hat Gerhard Schröder aufgefordert, seine Mandate niederzulegen. Der Altkanzler soll „schnellstmöglich den von Putin begonnenen Angriffskrieg in der Ukraine zum Anlass nehmen und seine Mandate in russischen Staatskonzernen niederlegen“.

Auf Twitter formulierte es Rehlinger so: „Gerhard Schröder ist ein Lobbyist, bezahlt von einem unberechenbaren Aggressor Putin. Er sollte schnellstmöglich den von Putin begonnenen Angriffskrieg in der Ukraine zum Anlass nehmen und seine Mandate in russischen Staatskonzernen niederlegen.“ Im Saarland wird am 27. März ein neuer Landtag gewählt.

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hatte Schröder auch dazu aufgerufen, seine geschäftlichen Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin zu beenden. Mehrere Sozialdemokraten hatten zuvor die Haltung der SPD-Spitze zu Schröder kritisiert. Der frühere Bundeskanzler gilt als langjähriger Freund Putins. Er ist zudem Aufsichtsratschef beim staatlichen russischen Energiekonzern Rosneft und hat Führungspositionen bei den Pipeline-Projekten Nord Stream und Nord Stream 2. Die Erdgasleitungen durch die Ostsee verbinden Russland und Deutschland, die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 wurde nach dem russischen Angriff auf die Ukraine von der Bundesregierung auf Eis gelegt.

Zuletzt war Schröder aufgefallen, weil er vor dem Angriff Russlands ukrainische Forderungen nach Waffenlieferungen als „Säbelrasseln“ kritisierte. Klingbeil betonte danach mehrfach, Schröder vertrete damit nicht die Meinung der SPD.

(dpa)