Uni und HTW erhalten 2021 und 2022 mehr Geld aus den Wissenschaftspakten.

Geld aus Wissenschaftspakten : Bundeshilfe für Saar-Hochschulen

Uni und HTW erhalten 2021 und 2022 mehr Geld aus den Wissenschaftspakten.

(byl) Als „sehr gute Lösung für unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen“ hat Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) die Einigung der Wissenschaftsminister von Bund und Ländern auf eine Verlängerung der Forschungsförderung gelobt. Sie hatten sich Ende vergangener Woche nach monatelangem Tauziehen auf die Fortsetzung der großen Wissenschaftspakte – Hochschulpakt, Qualitätspakt Lehre und den Pakt für Forschung und Innovation – geeinigt (wir haben berichtet). Ihre Laufzeiten sollen teils deutlich verlängert werden.

Die Tatsache, dass sich der Bund bis 2025 mit 560 Millionen Euro zusätzlich engagiere, wertete Hans als großen Erfolg. Entscheidend sei aber, dass der „Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken“ (der einstige Hochschulpakt) nun unbefristet fortgeführt werde. Auch durch die Verlängerung des Paktes für Forschung und Innovation bis 2030 gewännen die Hochschulen Sicherheit für ihre Personalplanungen, erklärte der Wissenschaftsminister.

Fürs Saarland sei es gelungen, ein wenig mehr als erwartet herauszuholen. Es erhalte 2021 und 2022 eine Sonderzahlung von zwei Millionen Euro aus dem Zukunftsvertrag Studium und Lehre. Dabei habe die schlechte demografische Entwicklung eine Rolle gespielt. Entscheidend werde in Zukunft sein, dass sich die Saar-Hochschulen für Schüler aus ganz Deutschland als attraktive Studien-Standorte präsentierten und auch ihre Internationalisierung vorantrieben. Er erwarte, „dass die Hochschulen die Zahl ihrer Studenten zumindest konstant halten oder besser noch steigern“.

Es sei nicht möglich, auf Heller und Pfennig zu berechnen, wie sich die Bund-Länder-Einigung auf den Haushalt des Wissenschaftsressorts auswirke, erklärte Tobias Hans. Wesentlich sei aber, dass die dreiprozentige Steigerungsrate des Paktes für Forschung und Innovation nun wieder garantiert sei. Ohne diese Zusage wäre der schnelle Aufbau des neuen Helmholtz-Zentrums für IT-Sicherheit, Cispa, in Saarbrücken in Frage gestellt gewesen. Das Forschungsinstitut spiele in der Wissenschaftspolitik des Landes nicht zuletzt deshalb eine Schlüsselrolle, weil es den Standort für IT-Experten aus aller Welt hochattraktiv mache.