Ulrich Commercon zum Streit um Abi im Fach Mathematik im Saarland

Streit ums Mathe-Abi : Saar-Bildungsminister sichert faire Noten für Prüfungsklausuren zu

Nach Online-Petition betroffener Prüflinge setzt Ulrich Commerçon (SPD) auf das Expertengutachten der am Mittwoch tagenden Korrektorenkonferenz.

Im Streit um die Abiturklausuren im Fach Mathematik hat sich jetzt auch Saar-Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) geäußert. Während Prüflinge massiv von unfairen Bedingungen sprechen und dabei von der Landesschülervertretung unterstützt werden, hält sich der Politiker zurück: „Von saarländischen Lehrkräften haben uns bis dato keinerlei Vorwürfe zum diesjährigen Mathematik-Abitur erreicht“, ließ er Montagnachmittag (6. Mai) schriftlich mitteilen.

Allerdings stehen noch die Korrektorenkonferenz aus. Dieses werde sich nach seinen Angaben am Mittwochnachmittag mit dem Thema befassen. Die Beschwerden der angehenden Abiturienten wollen dort die entsprechenden Fachdidakten detailliert prüfen. Danach sollen „die anzulegenden Korrektur- und Bewertungsmaßstäbe unter Beachtung der geltenden einheitlichen Bewertungsnormen festgesetzt“ werden, lässt Commerçon mitteilen. Für Donnerstag erwarte er die Einschätzung der Konferenz dazu.

Gleichzeitig empfiehlt der Minister „allen an den diesjährigen Abiturprüfungen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, sich in den nächsten Tagen auf die noch anstehenden Prüfungen zu konzentrieren“. Sie könnten darauf vertrauen, dass die zuständige Korrektorenkonferenz sich ausführlich mit dem Abitur „beschäftigen und gegebenenfalls angemessene Maßnahmen ergreifen wird, um eine faire Bewertung vorzunehmen“.

Direkt nach Abschluss der Matheprüfungen am Freitag hatte sich landesweit breiter Widerstand gegen die Aufgaben formiert. Mit einer an den Minister gerichteten Online-Petition wollen die betroffenen Schüler erreichen, dass die Bewertungsmaßstäbe den aus ihrer Sicht unverhältnismäßig schwierigen Aufgaben angepasst werden. Bis Montagnachmittag unterzeichnet bereits knapp 3800 Unterstützer die Protestnote. 33 Schulen, zumeist durch ihre Schülersprecher vertreten, schlossen sich an.

Mehr von Saarbrücker Zeitung