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Tierschützer Rolf Borkenhagen ist tot: „streitbarer Kämpfer für Tierrechte“

Völlig überraschend gestorben : Tierschützer Rolf Borkenhagen ist tot – Saar-Ministerium würdigt „streitbaren Kämpfer für Tierrechte“

Seit vergangener Woche trauert die Tierschutzbefreiungsoffensive Saar um ihren Vorsitzenden Rolf Borkenhagen. Der unerwartete Tod des Tierschützers schockiert auch das saarländische Umweltministerium.

 Nach dem plötzlichen Tod ihres Vorsitzenden Rolf Borkenhagen verliert die Tierbefreiungsoffensive Saar einen langjährigen Mitstreiter für Tierrecht. „Wir sind immer noch wie betäubt, können nicht wirklich realisieren, dass es ihn nicht mehr gibt. Sein Ziel war immer, mit einem gleichberechtigten Team gegen die Benutzung und Ausbeutung gleichberechtigter Lebewesen zu kämpfen“, schreibt der Verein auf Facebook.

Als Teamworker sei er stets bestrebt, den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken. Wann immer es Schwierigkeiten gegeben habe, habe Borkenhagen den „Kopf hingehalten“.

Der Verein schreibt, dass Borkenhagen sich darüber gefreut hätte, dass die Tierschützer nach längerer Pause im Januar 2022 wieder mit einem Infostand bei der „Wiesbaden Pelzfrei - Tierrechtsdemo“ vertreten sei. Tierrechtsaktionen seien das gewesen, wofür er „am Leben“ geblieben sei. „Du brauchtest stets das Gefühl, aktiv etwas gegen das unendliche Leid unserer Mitlebewesen tun zu können. Aber die Ereignisse in letzter Zeit haben deine Kräfte überfordert. Auch wenn Du nie gewollt hättest, dass man es erwähnt aber Du warst zu gut für diese kalte, herzlose Welt. Du bist der Beste!“, heißt es in dem Facebook-Post.

 Auch das saarländische Umweltministerium würdigt Borkenhagen. „Er war ein streitbarer, unbequemer Charakter. Wenn es um die Interessen und das Wohlergehen der Tiere ging, kannte er kein Pardon. Mit Rolf Borkenhagen verliert der Tierschutz im Saarland eine starke Stimme. Über seinen unerwarteten Tod sind wir sehr betroffen“, so Umweltminister Reinhold Jost (SPD).

Jost bezeichnet Borkenhagen als einen „unermüdlichen Kämpfer für Tierrechte, der kein Problem damit hatte, mit seinen Positionen auch mal anzuecken“. Über Jahrzehnte hinweg sei der Vorsitzende der Tierbefreiungsoffensive Saar gegen jede Ausbeutung von Tieren vorgegangen. „Er ließ sich nie beirren. Seiner Überzeugung blieb er immer treu. Dafür zollen wir ihm Respekt“, so Jost.

Eine ganze Reihe von Projekte seien mit seinem Namen verbunden: So führte Borkenhagen mit seinem Verein einen Gnadenhof. Er rief das Projekt „Versorgung von Hunden Obdachloser“ ins Leben und war Mitbegründer des Vereins der Stadttauben Saarbrücken. Seit Gründung der Tierschutzstiftung Saar im Jahr 2001 war Rolf Borkenhagen Mitglied im Stiftungsrat.