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Suspendierung endet: Linke kritisiert Rückkehr von Chefarzt ans UKS

Suspendierung aufgehoben : Linke kritisiert Saar-Regierung wegen Rückkehr von Chefarzt ans Uni-Klinikum

Die von der Staatskanzlei angeordnete Rückkehr von Professor Bernhard Schick ans Universitätsklinikum (UKS) ist bei der Linksfraktion im saarländischen Landtag erneut auf Kritik gestoßen.

Es müsse geklärt werden, warum die Landesregierung diese Entscheidung trotz weiterlaufender Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und „ohne Abstimmung mit der Leitung der Uniklinik“ getroffen habe, erklärte Jochen Flackus, der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion. Als Wissenschaftsminister sei Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) „politisch verantwortlich“.

Gegen Schick, den früheren Vorstandsvorsitzenden und Ärztlichen Direktor des Klinikums, ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung. Daraufhin hatte das der Staatskanzlei angegliederte Wissenschaftsministerium als Dienstaufsicht den Professor vor acht Monaten vorläufig suspendiert.

Diese Maßnahme wird nun aufgehoben, ab diesem Montag übernimmt Schick als Chefarzt wieder die Leitung der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO). Und das, obwohl die Ermittlungen gegen den Mediziner noch andauern. Die „Frankfurter Rundschau“ hatte berichtet, die Personalentscheidung sei „in Absprache“ mit dem heutigen UKS-Chef Professor Wolfgang Reith gefallen. Nach SZ-Informationen soll die Spitze des Uni-Klinikums jedoch nicht eingebunden gewesen sein.