Bedrohungen in sozialen Netzwerken Saar-Ministerium fordert bis zu drei Jahre Gefängnis bei Hass und Hetze im Internet

Saarbrücken · Der Fall des Polizeigewerkschafters David Maaß hat gezeigt, wie übel Menschen in sozialen Netzwerken mitunter beschimpft werden. Das saarländische Justizministerium setzt auf deutlich härtere Strafen bei Bedrohungen im Internet. Auch Bürgermeister sollen besser geschützt werden.

Für Bedrohungen im Netz sollen künftig bis zu drei Jahre Gefängnis verhängt werden dürfen, fordert das Saar-Justizministerium.

Für Bedrohungen im Netz sollen künftig bis zu drei Jahre Gefängnis verhängt werden dürfen, fordert das Saar-Justizministerium.

Foto: dpa/Lukas Schulze

Eine kleine Auswahl von Beschimpfungen, die der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), David Maaß, seit Samstag bei Facebook über sich ergehen lassen muss: „systemtreuer Arschkriecher“, „Vollpfosten“, „kleiner erbärmlicher Armleuchter“, „Wichser“, „dummer Bulle“, „System-Bazille“, „armer Irrer“, „Heuchler“, „großes Arschloch“, die Reihe ließe sich fortsetzen. Für seinen AfD-kritischen Beitrag erhielt Maaß viel Zuspruch und aufmunternde Worte. Neben sachlich vorgetragener Kritik gab es allerdings auch üble Anfeindungen unter den 35 000 Kommentaren.