AfD im Saarland rechtsextrem? SPD und CDU sehen „Radikalisierung“ bei Saar-AfD

Saarbrücken · SPD und CDU-Fraktion im saarländischer Landtag sehen bei der Saar-AfD eine zunehmende Radikalisierung. Beide Parteien gehen davon aus, dass die Landes-AfD vom Verfassungschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft werden könnte.

SPD- und CDU sehen bei der Saar-AfD zunehmend rechtsradikale Tendenzen.

SPD- und CDU sehen bei der Saar-AfD zunehmend rechtsradikale Tendenzen.

Foto: BeckerBredel

Die Fraktionen von SPD und CDU im saarländischen Landtag sehen Anhaltspunkte dafür, dass auch die AfD im Saarland vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextrem“ eingestuft werden könnte. „Für mich wäre es nicht überraschend, dass die AfD-Saar, wenn sie tatsächlich Kontakte zur Identitären Bewegung pflegt und Berichte in rechtsextremen Medien veröffentlicht und das relativiert, am Ende als gesichert rechtsextrem eingestuft wird“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Pascal Arweiler. Arweiler hatte den AfD-Landesvorsitzenden Carsten Becker zuletzt als „Nazi“ bezeichnet.

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CDU-Chef Toscani sieht Radikalisierung innerhalb der Saar-AfD

CDU-Chef Stephan Toscani sieht eine Radikalisierung innerhalb der Saar-AfD. „Ich hätte die AfD im Saarland früher nicht zu den ganz rechten Verbänden gezählt“, so Toscani. Allerdings zeichne sich vor allem durch das Auftreten von AfD-Landeschef Becker nun ein anderes Bild, so der CDU-Vorsitzende. Das Landesamt für Verfassungsschutz müsse eine neue Bewertung der Saar-AfD prüfen.

Die AfD-Fraktion selbst sieht das natürlich anders. „Die AfD ist die einzige Partei, die will, dass die Verfassung eingehalten wird“, so Fraktionschef Josef Dörr. Der Verfassungsschutz verfolge im Auftrag der Regierung das Ziel, seine Partei zu vernichten, so Dörr.

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